Zwei Frauen in zwei Zeitebenen, unterschiedlich und doch verbunden.
Kriegsende, Güstrow 1945. Die Russen vor den Toren der Stadt, versteckt sich die 14jährige Marlen in einem alten Forsthaus. Dort findet sie nicht nur ein kleines verstecktes Bild, sondern in ihrer Retterin Wilma eine Art Ersatzmutter. Wilma nimmt sie mit nach Hause, zieht sie auf wie ein eigenes Kind und lehrt sie, so zu malen wie sie selbst es kann.
In Berlin, 2023, bekommt Hannah einen Gruß, von Martin (Papa). Er hat sich nie um seine Tochter gekümmert, warum ist es ihm jetzt auf einmal wichtig? Irgendwie fühlt sie sich verpflichtet und besucht ihn und seine perfekte Frau Lulu, lernt ihre Geschwister kennen. Gleichzeitig zieht ihre beste Freundin Rubi aus. Rubi, die sie vor Jahren nach Güstrow begleitet hat, um ein altes Bild zu suchen, das Hannahs Großmutter gehört hat.
Alena Schröder erzählt gekonnt auf zwei Zeitebenen. Einerseits von der Nachkriegszeit, dem harten Leben, den Gefahren, den alten und neuen Ideologien. Und in der Jetzt-Zeit, von einer jungen Frau, die sich etwas verloren fühlt und ihre Wurzeln erkundet.
Während das titelgebende Bild für Marlen eine große Bedeutung entwickelt, hat es in Hannahs Geschichte eher eine Nebenrolle.
Ich habe mich in beiden Zeiten gut zurechtgefunden - wohlgefühlt wäre ein falsches Wort, angesichts der Erlebnisse der beiden Frauen. Hannah ist ebenso wie Marlen unter Frauen aufgewachsen, wurde von ihnen unterstützt und gefordert.
In Wilmas Haus erlebt Marlen eine eigenwillige Dynamik. Wilmas Mann ist im Krieg verschollen und weder sie noch ihre Haushälterin Burgel scheinen ihn zu vermissen. Nachdem Wilma für ihren Mann ihre Karriere als Malerin aufgegeben hat, kann sie sich nach seinem Verschwinden wieder ihren Bildern widmen und sie finden im neuen DDR-Regime großen Anklang. Marlen ist von Anfang an fasziniert, von den Farben, den Techniken. Sie erweist sich als gelehrige Schülerin. Doch ihr Herz schlägt vor allem für das kleine gefundene Bild, das sie immer wieder bemalt, Farbschichten abkratzt und neue aufträgt. Wut, Verzweiflung, Liebe, all das bringt sie auf die Leinwand. Marlens eigene Kunst ist ganz anders als die Wilmas, die die Zeit widerspiegelt.
Hannah dagegen treibt vor sich hin. Nach dem Auszug ihrer Freundin fühlt sie sich verloren, der wieder aufgetauchte Vater verwirrt sie. "Komm mal klar, Hannah", hört sie immer wieder die Stimme ihrer Freundin Ruby in ihrem Kopf. Doch das ist für sie nicht so leicht. Sie fragt sich, wo ihre Wurzeln liegen, wie schwer Verwandtschaft wiegt ...
Ich bin leider erst beim dritten Teil in diese Trilogie eingestiegen. Auch wenn ich an manchen Stellen das Gefühl hatte, von diesem oder jenem Part wüsste ich gerne mehr, konnte ich den Geschehnissen gut folgen.
Ich habe lange auf den Paukenschlag gewartet, der diese beiden Handlungsstränge zusammenführt. Tatsächlich war es ein kleiner, subtiler Gong - für Leser:innen der ersten beiden Bände war er sicher etwas lauter. Aber gerade das hat mir überraschend gut gefallen, auch wenn das Gefühl bleibt, das ein kleines Stückchen fehlt.
Fazit:
Zwei Frauen in zwei Zeitebenen, unterschiedlich und doch verbunden.
In Berlin, 2023, bekommt Hannah einen Gruß, von Martin (Papa). Er hat sich nie um seine Tochter gekümmert, warum ist es ihm jetzt auf einmal wichtig? Irgendwie fühlt sie sich verpflichtet und besucht ihn und seine perfekte Frau Lulu, lernt ihre Geschwister kennen. Gleichzeitig zieht ihre beste Freundin Rubi aus. Rubi, die sie vor Jahren nach Güstrow begleitet hat, um ein altes Bild zu suchen, das Hannahs Großmutter gehört hat.
Alena Schröder erzählt gekonnt auf zwei Zeitebenen. Einerseits von der Nachkriegszeit, dem harten Leben, den Gefahren, den alten und neuen Ideologien. Und in der Jetzt-Zeit, von einer jungen Frau, die sich etwas verloren fühlt und ihre Wurzeln erkundet.
Während das titelgebende Bild für Marlen eine große Bedeutung entwickelt, hat es in Hannahs Geschichte eher eine Nebenrolle.
Ich habe mich in beiden Zeiten gut zurechtgefunden - wohlgefühlt wäre ein falsches Wort, angesichts der Erlebnisse der beiden Frauen. Hannah ist ebenso wie Marlen unter Frauen aufgewachsen, wurde von ihnen unterstützt und gefordert.
In Wilmas Haus erlebt Marlen eine eigenwillige Dynamik. Wilmas Mann ist im Krieg verschollen und weder sie noch ihre Haushälterin Burgel scheinen ihn zu vermissen. Nachdem Wilma für ihren Mann ihre Karriere als Malerin aufgegeben hat, kann sie sich nach seinem Verschwinden wieder ihren Bildern widmen und sie finden im neuen DDR-Regime großen Anklang. Marlen ist von Anfang an fasziniert, von den Farben, den Techniken. Sie erweist sich als gelehrige Schülerin. Doch ihr Herz schlägt vor allem für das kleine gefundene Bild, das sie immer wieder bemalt, Farbschichten abkratzt und neue aufträgt. Wut, Verzweiflung, Liebe, all das bringt sie auf die Leinwand. Marlens eigene Kunst ist ganz anders als die Wilmas, die die Zeit widerspiegelt.
Hannah dagegen treibt vor sich hin. Nach dem Auszug ihrer Freundin fühlt sie sich verloren, der wieder aufgetauchte Vater verwirrt sie. "Komm mal klar, Hannah", hört sie immer wieder die Stimme ihrer Freundin Ruby in ihrem Kopf. Doch das ist für sie nicht so leicht. Sie fragt sich, wo ihre Wurzeln liegen, wie schwer Verwandtschaft wiegt ...
Ich bin leider erst beim dritten Teil in diese Trilogie eingestiegen. Auch wenn ich an manchen Stellen das Gefühl hatte, von diesem oder jenem Part wüsste ich gerne mehr, konnte ich den Geschehnissen gut folgen.
Ich habe lange auf den Paukenschlag gewartet, der diese beiden Handlungsstränge zusammenführt. Tatsächlich war es ein kleiner, subtiler Gong - für Leser:innen der ersten beiden Bände war er sicher etwas lauter. Aber gerade das hat mir überraschend gut gefallen, auch wenn das Gefühl bleibt, das ein kleines Stückchen fehlt.
Fazit:
Zwei Frauen in zwei Zeitebenen, unterschiedlich und doch verbunden.