Zwischen Vergangenheit und Gegenwart
Der neue Roman von Alena Schröder „Mein ganzes Leben, Öl auf Leinwand, ohne Titel“ ist der dritte und letzte Teil der Trilogie einer Familiengeschichte und erzählt auch in diesem Band über zwei Frauen und deren Schicksale aus der Vergangenheit und der Gegenwart. Alle drei Bände können sehr gut eigenständig gelesen werden da sie in sich abgeschlossen sind obwohl sie unmittelbar zusammenhängen.
Auf zwei Zeitebenen wird die Geschichte zweier Frauen erzählt, deren Leben durch eine unscheinbar wirkende Leinwand für immer verbunden ist.
Güstrow, Mai 1945: Nach ihrer Flucht aus Demmin begegnet der 14 jährigen Marlen in einem verlassenen Forsthaus Wilma, die Frau, die ihr das Leben retten wird. Aufmerksam geworden durch die Motorengeräusche handelt Wilma instinktiv und versucht Marlen rechtzeitig unter dem Dach in der Schublade einer Kommode vor den russischen Soldaten zu verstecken. Kauernd entdeckt Marlen in der Schublade eine Unebenheit und versucht diese mit ihren Fingern immer wieder zu greifen aber es gelingt ihr nicht und endlich beschließt sie, sich zu befreien. Ein Blick zurück in die Schublade und sie findet unter alten Zeitungen ein kleines Bild, dass sie an einer Stelle mit ihrem Fingernagel, zerkratzt hat. Sie nimmt das Bild mit und verspricht, es zu reparieren.
In der unteren Etage des Forsthauses, findet Marlen die bewusstlose Wilma, holt sie ins Leben zurück und die Malerin nimmt die junge Waise bei sich auf. Bald wird Marlen für sie unentbehrlich, denn Wilma hat ein Geheimnis, das sie zu zerstören droht.
Berlin, 2023: In der Gegenwart ist die 34 jährige Hannah Borowski, die aus allen Wolken fällt, als ihre beste Freundin Rubi plötzlich ausziehen will, denn sie ist Schwanger und wird mit ihrem Lebensgefährten in eine WG aufs Land ziehen. Eine Arbeitskollegin hat doch gleich einen passenden Untermieter, ihren Neffen Justus, mit dem sich Hannah nun arrangieren muss und das alles, weil sie nicht nein sagen kann. Dann meldet sich unerwartet auch noch ihr leiblicher Vater und will sie mit seiner Familie zusammenführen, doch Hannah traut dem Ganzen nicht. Und diesmal gibt ihr Bauchgefühl ihr Recht.
Die beiden Handlungsstränge erzählen zwei unterschiedliche Geschichten und der Zusammenhang wird erst am Ende des Buches deutlich, indem der Epilog mit dem Prolog abschließt.
Fazit:
Die Autorin hat einen gelungenen Schreibstil, der mir durchaus sehr gut gefallen hat. Die Art des Romans in Form von zwei unterschiedlichen Geschichten zu erzählen, die sich erst am Ende zusammenführen lassen, fand ich sehr gewagt aber durchaus interessant. Die Vergangenheit fand ich bewegend dargestellt obwohl mir echte Emotionen gefehlt haben während die Gegenwart leicht und locker, daherkommt. Auf die nächste Veröfflichung der Autorin bin ich schon sehr gespannt.
Von mir 4 von 5 Sternen und eine Leseempfehlung für alle, die Familiengeschichten lieben.
Auf zwei Zeitebenen wird die Geschichte zweier Frauen erzählt, deren Leben durch eine unscheinbar wirkende Leinwand für immer verbunden ist.
Güstrow, Mai 1945: Nach ihrer Flucht aus Demmin begegnet der 14 jährigen Marlen in einem verlassenen Forsthaus Wilma, die Frau, die ihr das Leben retten wird. Aufmerksam geworden durch die Motorengeräusche handelt Wilma instinktiv und versucht Marlen rechtzeitig unter dem Dach in der Schublade einer Kommode vor den russischen Soldaten zu verstecken. Kauernd entdeckt Marlen in der Schublade eine Unebenheit und versucht diese mit ihren Fingern immer wieder zu greifen aber es gelingt ihr nicht und endlich beschließt sie, sich zu befreien. Ein Blick zurück in die Schublade und sie findet unter alten Zeitungen ein kleines Bild, dass sie an einer Stelle mit ihrem Fingernagel, zerkratzt hat. Sie nimmt das Bild mit und verspricht, es zu reparieren.
In der unteren Etage des Forsthauses, findet Marlen die bewusstlose Wilma, holt sie ins Leben zurück und die Malerin nimmt die junge Waise bei sich auf. Bald wird Marlen für sie unentbehrlich, denn Wilma hat ein Geheimnis, das sie zu zerstören droht.
Berlin, 2023: In der Gegenwart ist die 34 jährige Hannah Borowski, die aus allen Wolken fällt, als ihre beste Freundin Rubi plötzlich ausziehen will, denn sie ist Schwanger und wird mit ihrem Lebensgefährten in eine WG aufs Land ziehen. Eine Arbeitskollegin hat doch gleich einen passenden Untermieter, ihren Neffen Justus, mit dem sich Hannah nun arrangieren muss und das alles, weil sie nicht nein sagen kann. Dann meldet sich unerwartet auch noch ihr leiblicher Vater und will sie mit seiner Familie zusammenführen, doch Hannah traut dem Ganzen nicht. Und diesmal gibt ihr Bauchgefühl ihr Recht.
Die beiden Handlungsstränge erzählen zwei unterschiedliche Geschichten und der Zusammenhang wird erst am Ende des Buches deutlich, indem der Epilog mit dem Prolog abschließt.
Fazit:
Die Autorin hat einen gelungenen Schreibstil, der mir durchaus sehr gut gefallen hat. Die Art des Romans in Form von zwei unterschiedlichen Geschichten zu erzählen, die sich erst am Ende zusammenführen lassen, fand ich sehr gewagt aber durchaus interessant. Die Vergangenheit fand ich bewegend dargestellt obwohl mir echte Emotionen gefehlt haben während die Gegenwart leicht und locker, daherkommt. Auf die nächste Veröfflichung der Autorin bin ich schon sehr gespannt.
Von mir 4 von 5 Sternen und eine Leseempfehlung für alle, die Familiengeschichten lieben.