Es hat mich gecatcht
Van Veen gelingt es meisterhaft, die Grenze zwischen Liebe und Wahnsinn, zwischen Trost und Besessenheit verschwimmen zu lassen. Ruth ist kein klassischer „geisterhafter Sidekick“, sondern eine komplexe, zärtliche und zugleich bedrohliche Präsenz. Die emotionale Abhängigkeit zwischen den beiden Figuren ist intensiv und stellenweise fast erotisch aufgeladen – ein typisches Merkmal moderner Gothic-Literatur, die psychologische Tiefe mit übernatürlichen Elementen verbindet.
Stilistisch ist der Roman sehr atmosphärisch. Die Sprache ist poetisch-dunkel, ohne dabei überladen zu wirken. Die Autorin schafft es, den Leser in eine Welt zu ziehen, in der Realität und Übernatürliches nahtlos ineinanderfließen. Man spürt die Isolation von Roos, die Verzweiflung, aber auch die seltsame Geborgenheit, die Ruth ihr bietet. Das Buch thematisiert Missbrauch, Einsamkeit, queere Zärtlichkeit und die Frage, was „wirklich“ ist – und lässt dabei bewusst viele Grauzonen.
Besonders stark fand ich, wie van Veen die gotische Tradition mit modernen Elementen aktualisiert. Es fühlt sich an wie eine Mischung aus klassischem Ghost-Story-Horror und einer intensiven Charakterstudie. Das Buch ist nicht primär auf Jump-Scares oder Action ausgerichtet, sondern auf die langsame, beklemmende Entfaltung einer toxischen und zugleich innigen Bindung.
Stilistisch ist der Roman sehr atmosphärisch. Die Sprache ist poetisch-dunkel, ohne dabei überladen zu wirken. Die Autorin schafft es, den Leser in eine Welt zu ziehen, in der Realität und Übernatürliches nahtlos ineinanderfließen. Man spürt die Isolation von Roos, die Verzweiflung, aber auch die seltsame Geborgenheit, die Ruth ihr bietet. Das Buch thematisiert Missbrauch, Einsamkeit, queere Zärtlichkeit und die Frage, was „wirklich“ ist – und lässt dabei bewusst viele Grauzonen.
Besonders stark fand ich, wie van Veen die gotische Tradition mit modernen Elementen aktualisiert. Es fühlt sich an wie eine Mischung aus klassischem Ghost-Story-Horror und einer intensiven Charakterstudie. Das Buch ist nicht primär auf Jump-Scares oder Action ausgerichtet, sondern auf die langsame, beklemmende Entfaltung einer toxischen und zugleich innigen Bindung.