Interessanter Ansatz, eindrucksvolle Umsetzung, aber nicht ganz überzeugt

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alaminja Avatar

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Wenn dich ein Buch erreicht, von dem du lediglich die Tropes und den Mix der verschiedenen Genres kennst: Das war eine Überraschung und damit ein Buch, welches ich sonst wahrscheinlich nicht gelesen hätte.

Zwischen Wahnsinn und dem Übernatürlichen: wo liegt die Grenze? Gibt es das Übernatürliche, gibt es Geister und können diese vielleicht nur auserwählte, besondere Menschen sehen? Oder ist es doch eine paranoide Schizophrenie, die eben diese Menschen dazu veranlasst, diese mutmaßlichen Erscheinungen zu haben? Mit dieser Frage beschäftigt sich "Mein zärtlicher Schatten" eingehend, denn dieses Buch ist sowohl im Erzählstil der Protagonistin Roos geschrieben als auch in einem Dialog zwischen ihr und einem Psychiater.

Creepy, brutal, unglaublich, dezent verstörend, ein bisschen verwirrend und tragisch.
Der Schreibstil, welcher die Verfassung der Protagonistin treffend darstellt, war eindrucksvoll zu lesen. Es hat zwar ein paar Kapitel gedauert, bis ich im Flow war, aber es war spannend, eben weil man einfach nicht so leicht hinter die Fassade blicken konnte. Leider war mir die Geschichte allerdings stellenweise zu langatmig, insbesondere im Mittelteil. Einen richtigen Bezug zu den Charakteren konnte ich leider nicht herstellen, irgendwie waren sie mir alle ein bisschen sehr suspekt.

Ich muss dazu aber auch sagen, dass das Buch nicht dem Genre entspricht, das ich eigentlich lese und in Anbetracht dessen, konnte es mich schon auf einer Seite abholen und überzeugen. Ein interessanter Ansatz und eine eindrucksvolle Umsetzung, die nur leider nicht zu 100% meinen Geschmack getroffen hat.