roh & nostalgisch schön

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einbisschenlara Avatar

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„Melken“ entfaltet bereits auf den ersten Seiten eine intensive, körperliche Sprachkraft. Die Rückkehr auf den elterlichen Hof wird nicht nostalgisch erzählt, sondern roh, sinnlich und beinahe verstörend – voller Gerüche, Hitze, Milch, Dürre und Erinnerung. Besonders beeindruckend ist die radikale Bildsprache, mit der Herkunft, Scham und Identität verhandelt werden. Die Protagonistin bewegt sich zwischen Stadt und Land, Freiheit und Prägung, Selbstbehauptung und Herdenmentalität. Dieser Roman verspricht eine literarisch eigenwillige, atmosphärisch dichte Auseinandersetzung mit der Frage, wer man bleibt, wenn der Ursprung einen nicht loslässt.