Ungewöhnlich, intensiv, faszinierend.

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xirxe Avatar

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Die Erzählerin Ellen, Anfang dreißig, lebt in der Stadt und steckt in einer Krise. Impulsiv fährt sie zurück auf den Bauernhof ihrer Kindheit, der inzwischen anderen Menschen gehört. doch Ellen dringt einfach ein und bewegt sich durch Haus und Umgebung, als gehöre alles noch ihr. Die Rückkehr löst intensive Erinnerungen aus – an ihre Kindheit als Bauernkind, geprägt von körperlicher Arbeit, Scham, Tiernähe und einem Gefühl, nicht ganz zur „zivilisierten“ Welt zu gehören.
Beeindruckend ist die extrem körperliche und intensive Sprache, die immer wieder die "Grenzen des guten Geschmacks" überschreitet, was empfindlicheren Gemütern vermutlich too much ist. Die äußere Handlung ist minimal, das Geschehen spielt sich hauptsächlich als Erinnerung, Wahrnehmung und innerer Monolog ab - das dafür aber umso eindringlicher.
Definitiv ist dies keine Unterhaltungsliteratur - aber mir wäre das gerade recht 😉
Und das Cover? Geschickt gemacht - der erste Blick wirkt wie das "Muster" einer Kuh. Erst beim zweiten Hinschauen erkennt man die Teile des Gesichtes einer Frau.