Berührend, rau & ehrlich
Mit 160 Seiten ist dieser Roman eine wirklich kurze Lektüre und dennoch hallt er nach und die Autorin schafft es in wenigen Seiten eindrucksvoll das Los der Landwirtschaft zu erzählen.
Der Schreibstil schwankt zwischen obszöner Direktheit, die in ihrer Wortwahl teilweise abstoßend wirken kann und einer Poesie, die die sanften Töne trifft und die Schönheit des rauen Landlebens unverblümt darstellt. Diese Ambivalenz der Sprache unterstreicht eindrücklich die Gefühlswelt der Protagonistin Ellen, die zerrissen ist zwischen dem Wunsch dazu zu gehören, den Stallgeruch abzulegen, unterzutauchen in der Welt der Städter und der Sehnsucht nach dem Ursprung, dem harten Landleben, das ihre Heimat, ihre Kindheit und ihre DNA ist. In leisen Tönen mit einer dennoch stimmgewaltigen Direktheit beschreibt Sanna Samuelsson, was es bedeutet Landwirtschaft zu betreiben, sie beschönigt und romantisiert das Landleben nicht, sondern offenbart, welche Härte, Rauheit und Arbeit das Leben als Kleinbauer bedeutet. Die Schwere, die Existenzängste und gleichzeitig diese Verbundenheit zum Leben, zur Natur werden sehr gut deutlich in den Beschreibungen.
Die Geschichte zwischen Ellen und ihrer Ex-Freundin wird hingegen immer nur am Rande erwähnt, eingewoben in ihre Kindheitserinnerungen auf dem Bauernhof. Allgemein schwankt die Handlung immer wieder, teilweise ganz diffus, zwischen Gegenwart und Vergangenheit, flirrend wie ein heißer Sommertag. So flirrend und kurzweilig, dass man als Lesende:r in Ellen als Person nur kurze Einblicke erhält, dafür in das Leben als Kleinbauer umso mehr.
Wenn man sich auf den Schreibstil einlässt, dann erwartet einen ein großartiges Buch, dass mit sehr viel Feingefühl die Arbeit als Landwirte beschreibt und was es bedeutet zerrissen zu sein zwischen dem Wunsch dazuzugehören und den eigenen Wurzeln, die einem Halt geben, auch wenn sie nicht der gesellschaftlichen Norm entsprechen.
Der Schreibstil schwankt zwischen obszöner Direktheit, die in ihrer Wortwahl teilweise abstoßend wirken kann und einer Poesie, die die sanften Töne trifft und die Schönheit des rauen Landlebens unverblümt darstellt. Diese Ambivalenz der Sprache unterstreicht eindrücklich die Gefühlswelt der Protagonistin Ellen, die zerrissen ist zwischen dem Wunsch dazu zu gehören, den Stallgeruch abzulegen, unterzutauchen in der Welt der Städter und der Sehnsucht nach dem Ursprung, dem harten Landleben, das ihre Heimat, ihre Kindheit und ihre DNA ist. In leisen Tönen mit einer dennoch stimmgewaltigen Direktheit beschreibt Sanna Samuelsson, was es bedeutet Landwirtschaft zu betreiben, sie beschönigt und romantisiert das Landleben nicht, sondern offenbart, welche Härte, Rauheit und Arbeit das Leben als Kleinbauer bedeutet. Die Schwere, die Existenzängste und gleichzeitig diese Verbundenheit zum Leben, zur Natur werden sehr gut deutlich in den Beschreibungen.
Die Geschichte zwischen Ellen und ihrer Ex-Freundin wird hingegen immer nur am Rande erwähnt, eingewoben in ihre Kindheitserinnerungen auf dem Bauernhof. Allgemein schwankt die Handlung immer wieder, teilweise ganz diffus, zwischen Gegenwart und Vergangenheit, flirrend wie ein heißer Sommertag. So flirrend und kurzweilig, dass man als Lesende:r in Ellen als Person nur kurze Einblicke erhält, dafür in das Leben als Kleinbauer umso mehr.
Wenn man sich auf den Schreibstil einlässt, dann erwartet einen ein großartiges Buch, dass mit sehr viel Feingefühl die Arbeit als Landwirte beschreibt und was es bedeutet zerrissen zu sein zwischen dem Wunsch dazuzugehören und den eigenen Wurzeln, die einem Halt geben, auch wenn sie nicht der gesellschaftlichen Norm entsprechen.