Ein stark körperlicher Roman über Identität, Herkunft und Zugehörigkeit
Im Mittelpunkt des Romans „Melken“ von Sanna Samuelsson steht Ellen, die nach einer persönlichen Krise auf den Bauernhof ihrer Kindheit zurückkehrt. Dort wird sie nicht nur mit Erinnerungen konfrontiert, sondern auch mit der unmittelbaren, rohen Körperlichkeit des Landlebens. Der Roman wirkt dabei wie eine Hommage an das harte und entbehrungsreiche Leben und Arbeiten auf dem Bauernhof.
Inhaltlich ist die Handlung nicht allzu spektakulär. Der Einstieg in die Handlung fiel mir etwas schwer, da ich unter anderem erst mit der speziellen Erzählweise klarkommen musste.
Das Ende wirkt abrupt und lässt einige Fragen offen. Die Liebesgeschichten mit Max und Diana bleiben schemenhaft, lassen dabei aber Platz für eigene Interpretationen. Ellens Motivation, insbesondere im Hinblick auf Max bei ihrer Rückkehr, erschließt sich mir zum Beispiel nicht vollständig.
Mir gefällt aber, dass der Roman sprachlich dicht und sinnlich aufgeladen ist. Samuellson arbeitet mit vielen Adjektiven sowie starken Personifikationen. Die Sprache ist bildreich und zugleich schonungslos. Landschaften sind nicht einfach nur da. Sie flirren, drücken, atmen. Die Hitze klebt schwer auf der Haut, der Stallgeruch kriecht in jede Pore, die Felder scheinen zu lauschen. Die Natur wirkt beinahe lebendig und beobachtend.
Die vielen Adjektive verdichten die Wahrnehmung. Gerüche sind beißend, Farben stumpf oder glühend, Berührungen klebrig oder brennend.
Dinge werden vermenschlicht. Der Stall scheint zu stöhnen, die Erde wirkt hungrig, die Luft drückt wie eine unsichtbare Hand. Die Natur wirkt geradezu lebendig und beobachtend. Dadurch entsteht eine intensive und sinnliche Atmosphäre.
„Melken“ ist also eine stark körperliche Lektüre. Eine Geschichte, die Identität, Herkunft und Zugehörigkeit nicht nur gedanklich, sondern spürbar, schmutzig und lebendig erfahrbar macht.
Insgesamt ist der Roman ungewöhnlich und lebt vor allem von seiner intensiven, bildreichen Sprache und Atmosphäre. Trotz kleiner Schwächen in Handlung und Struktur überzeugt er mich durch seine sprachliche Kraft.
Inhaltlich ist die Handlung nicht allzu spektakulär. Der Einstieg in die Handlung fiel mir etwas schwer, da ich unter anderem erst mit der speziellen Erzählweise klarkommen musste.
Das Ende wirkt abrupt und lässt einige Fragen offen. Die Liebesgeschichten mit Max und Diana bleiben schemenhaft, lassen dabei aber Platz für eigene Interpretationen. Ellens Motivation, insbesondere im Hinblick auf Max bei ihrer Rückkehr, erschließt sich mir zum Beispiel nicht vollständig.
Mir gefällt aber, dass der Roman sprachlich dicht und sinnlich aufgeladen ist. Samuellson arbeitet mit vielen Adjektiven sowie starken Personifikationen. Die Sprache ist bildreich und zugleich schonungslos. Landschaften sind nicht einfach nur da. Sie flirren, drücken, atmen. Die Hitze klebt schwer auf der Haut, der Stallgeruch kriecht in jede Pore, die Felder scheinen zu lauschen. Die Natur wirkt beinahe lebendig und beobachtend.
Die vielen Adjektive verdichten die Wahrnehmung. Gerüche sind beißend, Farben stumpf oder glühend, Berührungen klebrig oder brennend.
Dinge werden vermenschlicht. Der Stall scheint zu stöhnen, die Erde wirkt hungrig, die Luft drückt wie eine unsichtbare Hand. Die Natur wirkt geradezu lebendig und beobachtend. Dadurch entsteht eine intensive und sinnliche Atmosphäre.
„Melken“ ist also eine stark körperliche Lektüre. Eine Geschichte, die Identität, Herkunft und Zugehörigkeit nicht nur gedanklich, sondern spürbar, schmutzig und lebendig erfahrbar macht.
Insgesamt ist der Roman ungewöhnlich und lebt vor allem von seiner intensiven, bildreichen Sprache und Atmosphäre. Trotz kleiner Schwächen in Handlung und Struktur überzeugt er mich durch seine sprachliche Kraft.