Erinnerungen
Das Elternhaus bleibt gewissermaßen das Zuhause, auch wenn man auszieht. Sei es in Erinnerungen oder als realer Ort. So geht es Ellen in „Melken“.
Ihre Freundin hat sich von Ellen getrennt. Sie flüchtet in ihr mittlerweile verkauftes Elternhaus. Und während sie sich Zutritt verschafft, kommen Erinnerungen zurück- an die mittlerweile ebenso verkauften Tiere und an ihre Kindheit. Passt es da nicht, dass ihr Kindheitsfreund Max auftaucht und mit ihm weitere Erinnerungen?
Das Thema und der Schauplatz Schweden haben mich angesprochen. Auch der ruhige Ton des Buches- inklusive der Erinnerungen- ist an sich interessant. Die Reflexion über Orte, Gefühle und gemeinsame Unternehmungen passt sehr gut und wird adäquat vermittelt.
Womit ich mich allerdings schwertue sind die Charaktere. Sie bleiben blass, ohne erkennbare Ecken und Kanten, und ich kann keine Bindung zu den beiden aufbauen. Dazu passt, dass einiges unnötig in die Länge gezogen wird. Sei es Ellens innerer Konflikt oder der Prozess des Verkaufs, der zwar nüchtern, aber länger als nötig, beschrieben wird.
Durch die fehlende Bindung und die langgezogenen Elemente bin ich nicht vollständig überzeugt. Da ich die Idee jedoch mag, empfehle ich es als ruhiges Buch für zwischendurch. Drei Sterne.
Ihre Freundin hat sich von Ellen getrennt. Sie flüchtet in ihr mittlerweile verkauftes Elternhaus. Und während sie sich Zutritt verschafft, kommen Erinnerungen zurück- an die mittlerweile ebenso verkauften Tiere und an ihre Kindheit. Passt es da nicht, dass ihr Kindheitsfreund Max auftaucht und mit ihm weitere Erinnerungen?
Das Thema und der Schauplatz Schweden haben mich angesprochen. Auch der ruhige Ton des Buches- inklusive der Erinnerungen- ist an sich interessant. Die Reflexion über Orte, Gefühle und gemeinsame Unternehmungen passt sehr gut und wird adäquat vermittelt.
Womit ich mich allerdings schwertue sind die Charaktere. Sie bleiben blass, ohne erkennbare Ecken und Kanten, und ich kann keine Bindung zu den beiden aufbauen. Dazu passt, dass einiges unnötig in die Länge gezogen wird. Sei es Ellens innerer Konflikt oder der Prozess des Verkaufs, der zwar nüchtern, aber länger als nötig, beschrieben wird.
Durch die fehlende Bindung und die langgezogenen Elemente bin ich nicht vollständig überzeugt. Da ich die Idee jedoch mag, empfehle ich es als ruhiges Buch für zwischendurch. Drei Sterne.