Erinnerungen an die Kindheit im Landleben

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hundeliebhaberin Avatar

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Nach der Trennung von ihrer Freundin Diana braucht Ellen eine Auszeit vom trubeligen Stadtleben und fährt kurzerhand aufs Land - zu dem Bauernhof, auf dem sie aufgewachsen ist. Offenbar sind die neuen Besitzer*innen verreist, der Schlüssel liegt jedoch noch in demselben Versteck wie früher, sodass Ellen problemlos in das Haus kommt und in ihrem ehemaligen Kinderzimmer liegen und alten Erinnerungen nachhängen kann

Sanna Samuelssons schreibt in "Melken" sehr anschaulich und körperlich von Ellens Aufwachsen auf dem Land. Dabei werden unter anderem der schambehaftete Kuhstallgeruch, die Spiele im Stall mit anderen Kindern sowie die Aufgaben auf dem Hof und der Umgang mit den Kühen geschildert.
Der bildhafte Schreibstil bzw. die geschaffenen Bilder wirkten auf mich häufig irritierend und ich bin mir nicht sicher, ob diese Störfaktoren intendiert sind oder Ergebnis der Übersetzung.
Das Buch ist knapp 160 Seiten lang, weshalb es sich schnell lesen ließ und ich mich auf die Lektüre und Ellens Kindheitserinnerungen einlassen konnte - auch wenn ich bis zum Schluss eine große Distanz und wenig Sympathie empfunden habe.

Ein kurzweiliger Roman mit interessanten Perspektiven und Bildern, die während der Lektüre einiges mit mir gemacht haben.