Heimat ist auch Geruch
Ein Romandebut ist für mich immer beachtenswert, denn wer es erstmals geschafft hat, gedruckt zu werden, kann kein schlechter Autor sein. Und so bin ich auch von diesem Erstling angetan. Die Autorin führt uns mitten in eine Welt, die für die meisten von uns eher fremd ist: in die Landwirtschaft mit all ihren unangenehmen, aber unerlässlichen Nebenerscheinungen. Und noch dazu ein unerlaubter Einbruch in die Welt ihrer Jugend, ihrer Vergangenheit, das allein wäre schon aufregend.
Sanna Samuelsson erzählt lebhaft fließend und sehr anschaulich, sodass der Leser die verschiedenen Stall- und vor allem Milchgerüche fast in die Nase kriechen. Ihre Protagonistin Ellen tritt nicht allzu deutlich hervor, was das Äußere angeht, doch ihr Denken und Fühlen dafür umso mehr.
Viel Wehmut kommt aus den Seiten, viel Erinnerung und späte Einsicht. Dass die Erzählerin Ellen ihr Handy kurzerhand im Wasser versenkt hat, beginnt sie bald zu bereuen. So ganz von ihrem bisherigen Leben und der Partnerin ausgeschlossen zu sein, fällt ihr dann doch nicht leicht. Ich konnte gut mitfühlen und stellte mir unwillkürlich vor, wie es wäre, wenn ich unversehens in mein Elternhaus zurückkehren würde, in dem längst andere Leute leben. Und wenn diese Gedanken beim Lesen hervorgerufen werden, ist das doch eine der schönen Aufgaben eines Romans.
Ich kann ihn guten Gewissens allen Lesefreudigen weiterempfehlen.
Sanna Samuelsson erzählt lebhaft fließend und sehr anschaulich, sodass der Leser die verschiedenen Stall- und vor allem Milchgerüche fast in die Nase kriechen. Ihre Protagonistin Ellen tritt nicht allzu deutlich hervor, was das Äußere angeht, doch ihr Denken und Fühlen dafür umso mehr.
Viel Wehmut kommt aus den Seiten, viel Erinnerung und späte Einsicht. Dass die Erzählerin Ellen ihr Handy kurzerhand im Wasser versenkt hat, beginnt sie bald zu bereuen. So ganz von ihrem bisherigen Leben und der Partnerin ausgeschlossen zu sein, fällt ihr dann doch nicht leicht. Ich konnte gut mitfühlen und stellte mir unwillkürlich vor, wie es wäre, wenn ich unversehens in mein Elternhaus zurückkehren würde, in dem längst andere Leute leben. Und wenn diese Gedanken beim Lesen hervorgerufen werden, ist das doch eine der schönen Aufgaben eines Romans.
Ich kann ihn guten Gewissens allen Lesefreudigen weiterempfehlen.