Ist Landidylle nun Landidylle?

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schaebchen Avatar

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Melken, ein schwedischer Kurzroman.
Ellen, die Protagonistin, entflieht nach der Trennung von ihrer Gefährtin der Stadt und landet in ihrem ehemaligen Elternhaus, welches schon lange von anderen Leuten bewohnt wird.
Heimlich, bis ihr Kinderfreund Max sie entdeckt.
Die Bewohner sind verreist. Ellen bleibt, lebt in den Tag hinein, arbeitet ihre Kindheit auf, verbringt Zeit mit Max, ohne ihm wirklich näher zu kommen.
Der Hof der Eltern war eine Landwirtschaft mit Milchvieh. Wir erfahren, wie alles zu Bruch geht, wie schwer es für Bauern war in den 90ern. Das ist soweit auch recht interessant, aber ich habe es nicht geschafft, mit der Protagonistin wirklich warm zu werden.
Und am Ende wird man einfach stehen gelassen, wo man gern noch erfahren hätte, wie ihr Leben denn nun weitergeht. Der Roman hat Potential, hat mich aber nicht überzeugt.