Rau und zärtlich

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lexoxnie Avatar

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Das eindringliche Cover hat mich sofort interessiert und schon auf der ersten Seite war ich von dem besonderen und sprachgewaltigen Schreibstil angefixt: "Der Hund hundet, die Kuh kuht. Das Kind arbeitet an einer glücklichen Kindheit." Man wird direkt hineingeworfen in diese ländliche, vergangene Bauernhofwelt.
Die Protagonistin des Buches fährt nach der Trennung von ihrer Freundin zum Hof ihrer Kindheit, deren neue Besitzer gerade zufällig verreist sind. Dort lebt sie einige Tage und erinnert sich zurück an das Aufwachsen auf dem Land, die Vieh- und Landwirtschaft, ihre Schulzeit... Kontakt hat sie dabei nur zu einem alten Kindheitsfreund.
Es wird viel von früher, aber auch aus ihrer gescheiterten Beziehung reflektiert und verarbeitet. Obwohl auf der Handlungsebene nicht viel zu passieren scheint, hatte das Buch eine große Sogwirkung auf mich. Ich mochte es sehr gerne, dass immer wieder kleine Überlegungen zu verschiedensten Themen eingebaut waren, z.B. über Dinosaurier. Sprachlich fand ich den Roman trotz seiner ausgefallenen und eindringlichen Bildern sehr angenehm und schnell zu lesen.