Sehr nachdenklich!
Ellen flieht, nachdem sich ihre Freundin von ihr getrennt hat, zurück ins Dorf ihrer Kindheit. Dort nistet sie sich in ihrem Elternhaus ein, dass schon lange anderen gehört, die gerade auf Urlaub sind.
Die Tage fließen für sie mit Gedanken an ihre Kindheit und ihre jetzige Situation einfach so dahin. Auch ihr Freund aus Kindertagen Max ist wieder im Ort und die beiden nähern sich etwas an.
Die Autorin lässt uns in ihrem Debütroman an dem harten Leben der Milchbauern in Schweden teilhaben und da ist nichts so richtig wie in „Bullerbü“. Ellen hat zwar ihre freie Kindheit als Einzelkind auf dem Hof, in Wiesen und auf Feldern genossen, aber genauso gesehen, dass ihre Eltern von morgens bis abends schuften mussten, ihre Mutter in ihrer Rolle feststeckte, und ihre eigene Stigmatisierung als unkultiviert und stinkend in der Schule ertragen müssen.
Die Eltern mussten den Hof wegen der Herzkrankheit des Vaters schließlich aufgeben und so ist Ellen in der Stadt gelandet, aber auch dort „Arbeitstier“ geblieben.
Im Wechsel der Erzählzeit von „Jetzt“ zu „Früher“ und zurück lässt uns die Autorin auch mit zahlreichen Metaphern in ruhigem Erzähltempo sehr nah an Ellens Gefühlsleben teilhaben. Sie kann nicht so richtig aus ihrer alten Haut, fühlt sich nicht wie sie selber und kämpft mit ihrer selbst empfundenen Gefühlszurückhaltung, dem Sich-nicht-fallenlassen-können.
Trotzdem sucht sie nach ihren Wurzeln, verstanden werden und Geborgenheit, die sie in der Stadt bisher nicht gefunden hat, aber auch hier im Dorf ihrer Kindheit und bei Max nicht findet, weil sie sich bei sich selber auch noch nicht gefunden hat.
So lässt die Geschichte konsequenterweise am Ende offen, wie es für sie weitergehen wird, als sie wieder in die Stadt zurückfährt, gezwungenermaßen, weil die Urlauber zurückkommen.
Sie blickt auf der Rückfahrt über die Felder und Wälder. „In meinem Körper spürte ich die Steine, die ich hätte wegschaffen können, aber die Zeit hatte nicht gereicht. Genug Steine für vier Jahre. Land wird vererbt, aber auch die Steine. (S. 157)“
Ein sehr nachdenklich machendes Buch!
Die Tage fließen für sie mit Gedanken an ihre Kindheit und ihre jetzige Situation einfach so dahin. Auch ihr Freund aus Kindertagen Max ist wieder im Ort und die beiden nähern sich etwas an.
Die Autorin lässt uns in ihrem Debütroman an dem harten Leben der Milchbauern in Schweden teilhaben und da ist nichts so richtig wie in „Bullerbü“. Ellen hat zwar ihre freie Kindheit als Einzelkind auf dem Hof, in Wiesen und auf Feldern genossen, aber genauso gesehen, dass ihre Eltern von morgens bis abends schuften mussten, ihre Mutter in ihrer Rolle feststeckte, und ihre eigene Stigmatisierung als unkultiviert und stinkend in der Schule ertragen müssen.
Die Eltern mussten den Hof wegen der Herzkrankheit des Vaters schließlich aufgeben und so ist Ellen in der Stadt gelandet, aber auch dort „Arbeitstier“ geblieben.
Im Wechsel der Erzählzeit von „Jetzt“ zu „Früher“ und zurück lässt uns die Autorin auch mit zahlreichen Metaphern in ruhigem Erzähltempo sehr nah an Ellens Gefühlsleben teilhaben. Sie kann nicht so richtig aus ihrer alten Haut, fühlt sich nicht wie sie selber und kämpft mit ihrer selbst empfundenen Gefühlszurückhaltung, dem Sich-nicht-fallenlassen-können.
Trotzdem sucht sie nach ihren Wurzeln, verstanden werden und Geborgenheit, die sie in der Stadt bisher nicht gefunden hat, aber auch hier im Dorf ihrer Kindheit und bei Max nicht findet, weil sie sich bei sich selber auch noch nicht gefunden hat.
So lässt die Geschichte konsequenterweise am Ende offen, wie es für sie weitergehen wird, als sie wieder in die Stadt zurückfährt, gezwungenermaßen, weil die Urlauber zurückkommen.
Sie blickt auf der Rückfahrt über die Felder und Wälder. „In meinem Körper spürte ich die Steine, die ich hätte wegschaffen können, aber die Zeit hatte nicht gereicht. Genug Steine für vier Jahre. Land wird vererbt, aber auch die Steine. (S. 157)“
Ein sehr nachdenklich machendes Buch!