Starkes Buch
Melken hat mich stärker beschäftigt, als ich erwartet hatte. Es ist kein Roman, der mit großen dramatischen Wendungen arbeitet, sondern eher mit Atmosphäre, Erinnerungen und Körperlichkeit – und genau das macht ihn so eindringlich.
Die Geschichte von Ellen, die nach einer Trennung zurück auf den Hof ihrer Kindheit fährt und dort einfach bleibt, wirkt auf den ersten Blick unspektakulär. Aber während des Lesens entsteht dieses Gefühl von Stillstand und gleichzeitiger Bewegung nach innen. Der Hof, obwohl er eigentlich nicht mehr ihr gehört, wird zu einem Ort, an dem sie sich mit ihrer Vergangenheit, ihrer Herkunft und auch mit dem, was verloren gegangen ist, auseinandersetzen muss.
Was mir besonders aufgefallen ist: wie sinnlich der Roman geschrieben ist. Gerüche, Körper, Tiere, die Landschaft – alles fühlt sich sehr nah an. Gerade die Szenen rund um den ehemaligen Bauernhof und die Erinnerung an die Kühe haben etwas zugleich Beruhigendes und Unheimliches. Man merkt, dass es hier nicht nur um Nostalgie geht, sondern auch um Klassenherkunft, Zugehörigkeit und die Frage, wer man ist, wenn der Ort, aus dem man kommt, sich verändert oder verschwindet.
Auch die Begegnung mit Max, dem Freund aus der Kindheit, der geblieben ist, bringt eine interessante Spannung hinein. Da prallen zwei Lebenswege aufeinander: jemand, der weggegangen ist, und jemand, der geblieben ist.
Was ich an dem Buch mochte, ist, dass es vieles offen lässt. Es erklärt nicht alles, sondern lässt Raum für eigene Interpretationen. Gleichzeitig ist es stellenweise ziemlich roh und körperlich. Das muss man mögen. Für mich hat genau das aber gut funktioniert.
Insgesamt ist Melken für mich ein ruhiger, aber intensiver Roman über Herkunft, Verlust und das merkwürdige Gefühl, an einen Ort zurückzukehren, der gleichzeitig vertraut und fremd geworden ist.
Die Geschichte von Ellen, die nach einer Trennung zurück auf den Hof ihrer Kindheit fährt und dort einfach bleibt, wirkt auf den ersten Blick unspektakulär. Aber während des Lesens entsteht dieses Gefühl von Stillstand und gleichzeitiger Bewegung nach innen. Der Hof, obwohl er eigentlich nicht mehr ihr gehört, wird zu einem Ort, an dem sie sich mit ihrer Vergangenheit, ihrer Herkunft und auch mit dem, was verloren gegangen ist, auseinandersetzen muss.
Was mir besonders aufgefallen ist: wie sinnlich der Roman geschrieben ist. Gerüche, Körper, Tiere, die Landschaft – alles fühlt sich sehr nah an. Gerade die Szenen rund um den ehemaligen Bauernhof und die Erinnerung an die Kühe haben etwas zugleich Beruhigendes und Unheimliches. Man merkt, dass es hier nicht nur um Nostalgie geht, sondern auch um Klassenherkunft, Zugehörigkeit und die Frage, wer man ist, wenn der Ort, aus dem man kommt, sich verändert oder verschwindet.
Auch die Begegnung mit Max, dem Freund aus der Kindheit, der geblieben ist, bringt eine interessante Spannung hinein. Da prallen zwei Lebenswege aufeinander: jemand, der weggegangen ist, und jemand, der geblieben ist.
Was ich an dem Buch mochte, ist, dass es vieles offen lässt. Es erklärt nicht alles, sondern lässt Raum für eigene Interpretationen. Gleichzeitig ist es stellenweise ziemlich roh und körperlich. Das muss man mögen. Für mich hat genau das aber gut funktioniert.
Insgesamt ist Melken für mich ein ruhiger, aber intensiver Roman über Herkunft, Verlust und das merkwürdige Gefühl, an einen Ort zurückzukehren, der gleichzeitig vertraut und fremd geworden ist.