Verblichen
Zufälligerweise habe ich auf "Vorablesen in kürzerer Zeit drei Coming-of-Age-Romane direkt hintereinander gelesen. Von diesen dreien hat mich "Melken" von Sanna Danielsson am meisten überrascht und in durchaus positiver Form irritiert.
Im Buch passiert - bis auf das unzulässige Eindringen der Protagonistin in ihr Elternhaus, in dem längst andere Menschen wohnen - nicht viel. Die Langsamkeit, mit der die Handlung vorangeht, lassen die Leserin zusammen mit der plastischen Sprache fast körperlich an Ellens Empfindungen teilnehmen. Das Trocknen von Schweiß auf der Haut, der Geschmack von Milch, die Hitze eines vertrockneten Felds... werden spürbar und greifbar. Gleichzeitig fühlte ich mich als Leserin in eine Warteposition versetzt, die zwar einerseits der Grundstimmung des Romans entsprach, mich aber letztlich auch unbefriedigt zurückließ.
Im Buch passiert - bis auf das unzulässige Eindringen der Protagonistin in ihr Elternhaus, in dem längst andere Menschen wohnen - nicht viel. Die Langsamkeit, mit der die Handlung vorangeht, lassen die Leserin zusammen mit der plastischen Sprache fast körperlich an Ellens Empfindungen teilnehmen. Das Trocknen von Schweiß auf der Haut, der Geschmack von Milch, die Hitze eines vertrockneten Felds... werden spürbar und greifbar. Gleichzeitig fühlte ich mich als Leserin in eine Warteposition versetzt, die zwar einerseits der Grundstimmung des Romans entsprach, mich aber letztlich auch unbefriedigt zurückließ.