Zwei Sterne für Melken
Melken von Sanna Samuelsson war für mich leider eines dieser Bücher, bei denen ich nach dem Lesen eher ratlos als begeistert zurückgeblieben bin. Ich mochte die Grundidee eigentlich total: Nach einer Trennung kehrt Ellen auf den Hof ihrer Kindheit zurück, klammert sich an einen Ort, der einmal Heimat war, und stellt sich irgendwie der Frage, wer man eigentlich ist, wenn das alte Leben längst verschwunden ist
Das klang für mich erst mal stark, atmosphärisch und nach einer eher ruhigen, intensiven Geschichte
Bekommen habe ich aber ein Buch, zu dem ich emotional nur schwer Zugang gefunden habe
Es passiert gar nicht so viel, was an sich kein Problem wäre, wenn mich die Figuren oder ihre Gedanken mehr gepackt hätten.
Gerade Ellen blieb für mich ziemlich schwer greifbar.
Ich konnte ihren Schmerz zwar stellenweise nachvollziehen, aber ihr Verhalten wirkte auf mich oft eher befremdlich als berührend. Dadurch fehlte mir einfach die Verbindung zur Geschichte
Sprachlich war das Buch für mich ebenfalls so ein zweischneidiges Ding.
Einerseits ist da auf jeden Fall eine sehr besondere, dichte und körperliche Sprache, die viele Bilder erzeugt und die Atmosphäre des Hofs spürbar machen will.
Andererseits war mir das oft zu überladen, zu schräg oder einfach zu viel. Manche Passagen fand ich wirklich interessant und stark, andere haben mich eher rausgebracht weil sie auf mich unnötig sperrig oder seltsam wirkte
Was ich dem Buch aber auf jeden Fall zugutehalte: Es spricht einige spannende Themen an. Herkunft, Zugehörigkeit, Stadt versus Land, Identität, Scham, Landwirtschaft, Körperlichkeit - da steckt schon einiges drin
Nur hatte ich leider oft das Gefühl, dass diese Gedanken eher aneinandergereiht werden, statt sich für mich zu einer wirklich greifbaren Geschichte zusammenzufügen
Vielleicht ist das genau so ein Buch, das man entweder total fühlt oder eben gar nicht. Ich gehöre eher zur zweiten Gruppe. Ich kann schon sehen, warum manche gerade die Sprache und Atmosphäre daran mögen, aber für mich war es am Ende einfach zu wenig Handlung, zu wenig Nähe zu den Figuren und insgesamt eher verwirrend als eindrucksvoll
Das klang für mich erst mal stark, atmosphärisch und nach einer eher ruhigen, intensiven Geschichte
Bekommen habe ich aber ein Buch, zu dem ich emotional nur schwer Zugang gefunden habe
Es passiert gar nicht so viel, was an sich kein Problem wäre, wenn mich die Figuren oder ihre Gedanken mehr gepackt hätten.
Gerade Ellen blieb für mich ziemlich schwer greifbar.
Ich konnte ihren Schmerz zwar stellenweise nachvollziehen, aber ihr Verhalten wirkte auf mich oft eher befremdlich als berührend. Dadurch fehlte mir einfach die Verbindung zur Geschichte
Sprachlich war das Buch für mich ebenfalls so ein zweischneidiges Ding.
Einerseits ist da auf jeden Fall eine sehr besondere, dichte und körperliche Sprache, die viele Bilder erzeugt und die Atmosphäre des Hofs spürbar machen will.
Andererseits war mir das oft zu überladen, zu schräg oder einfach zu viel. Manche Passagen fand ich wirklich interessant und stark, andere haben mich eher rausgebracht weil sie auf mich unnötig sperrig oder seltsam wirkte
Was ich dem Buch aber auf jeden Fall zugutehalte: Es spricht einige spannende Themen an. Herkunft, Zugehörigkeit, Stadt versus Land, Identität, Scham, Landwirtschaft, Körperlichkeit - da steckt schon einiges drin
Nur hatte ich leider oft das Gefühl, dass diese Gedanken eher aneinandergereiht werden, statt sich für mich zu einer wirklich greifbaren Geschichte zusammenzufügen
Vielleicht ist das genau so ein Buch, das man entweder total fühlt oder eben gar nicht. Ich gehöre eher zur zweiten Gruppe. Ich kann schon sehen, warum manche gerade die Sprache und Atmosphäre daran mögen, aber für mich war es am Ende einfach zu wenig Handlung, zu wenig Nähe zu den Figuren und insgesamt eher verwirrend als eindrucksvoll