Leise Töne, die große Wirkung zeigen

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gletscherwoelfchen Avatar

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"Memories So Golden Like Us" ist der zweite Band der "Blue Eternity"-Reihe von Gabiella Santos de Lima. Ich kannte den ersten Band zuvor noch nicht, hatte nichtsdestotrotz aber keinesfalls das Gefühl, etwas Essentielles verpasst zu haben. Ich würde sagen, dieses Buch lässt sich auch hervorragend ohne jegliche Vorkenntnisse lesen - mit Kenntnis des ersten Bandes dürften sich die Leser allerdings freuen, bekannte Gesichter wiederzusehen.

Binnen kürzester Seiten konnte ich hier hervorragend in die Geschichte eintauchen. Der Schreibstil der Autorin macht es leicht, eine intensive Verbindung zur Geschichte herzustellen. Santos de Lima schreibt präzise und zugleich detailliert, gefühlvoll, ehrlich und authentisch.
Und genau die letzten beiden Punkte ziehen sich auch abseits davon wie ein Roter Faden durch die Geschichte: Die Story rund um Blair und Connor ist emotional aufwühlend und roh, zeigt auch unschönere Facetten und lässt doch immer wieder einen kleinen Lichtblick aufflackern. Es wird sich umfassend Zeit für echte Emotionen genommen. Dies ist hier allerdings zugleich mein größter Kritikpunkt: Vielleicht wird sich an einigen Stellen zu viel Zeit dafür genommen. Ab und an hatte ich während des Lesens das Gefühl, festzustecken und nicht von der Stelle zu kommen. Leser, die jedoch Wert auf intensive Auseinandersetzungen legen, dürften damit wohl kein Problem haben.

"Memories so golden like us" ist eine Geschichte, die man fühlen muss - mit allen hoffnungsvollen Momenten, sind sie auch noch so schmerzhaft. Wer Lust auf pure, gebrochene Figuren und eine langsame, heilende Liebesgeschichte mag, wird hier sicherlich viel finden, das nachhallt.
4/5 Sterne