Sooo toll!

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proeschi1971 Avatar

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Memories So Golden Like Us hat mich sprachlich und emotional stärker berührt, als ich erwartet habe. Die Geschichte folgt Blair, einer jungen Künstlerin, die ein Jahr nach dem plötzlichen Verlust ihres Bruders völlig aus der Bahn geraten ist. Sie flüchtet sich in Partys, Alkohol und oberflächliche Begegnungen, um den Schmerz zu betäuben, bis ihre Eltern ihr ein Ultimatum stellen und sie dazu zwingen, den Sommer im abgelegenen Strandhaus der Familie zu verbringen. Dort soll sie an ihrer Kunst arbeiten und versuchen, ihr Leben wieder in den Griff zu bekommen. Gleichzeitig trifft sie auf Connor, den besten Freund ihres verstorbenen Bruders und jemanden, der ihr schon damals das Herz gebrochen hat, ohne sie je zu berühren.

Was mir besonders gefallen hat, ist, wie authentisch und ungeschönt die Autorin Blairs emotionale Reise beschreibt. Die Trauer, die Unsicherheit und die schmerzhaften Auseinandersetzungen mit sich selbst wirken nicht kitschig oder aufgesetzt, sondern echt und nachvollziehbar. Blair ist keine perfekte Figur, sie ist verletzlich und manchmal chaotisch, aber gerade dadurch entsteht Nähe beim Lesen. Die Entwicklung, wie sie ihre künstlerische Stimme und ihr Selbstwertgefühl langsam wiederfindet, hat mich wirklich berührt und oft innehalten lassen.