Aus dem Alltag eines Affenmädchens

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bücherliebe<3 Avatar

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Das kleine Affenmädchen Milla nimmt den Leser mit in ihr Leben. Spielerisch werden ihre Erlebnisse erzählt, und so manche Alltäglichkeit wird zum aufregenden Abenteuer. Insgesamt vier Geschichten hält das Buch bereit: Das Kennenlernen des neuen Nachbarsjungen und ein Spielnachmittag, gemeinsame Zaubereien im Garten, ein Streit mit Opa nach der Kita und ein Schwimmbadbesuch mit den Eltern.
Milla ist ein sympathisches kleines Affenmädchen und ihre lustige Art bringt von Beginn an Freude. Sehr schön sind auch die vielen liebevollen kleinen Details, beispielsweise die Kuschelbanane Nani, welche Milla überallhin mitnimmt und die jeden Abend ins Bett gebracht wird. Die Gestaltung der Figuren als verschiedene Tiere ist ebenfalls sehr ansprechend: Der Hausmeister ist ein Nilpferd, die neue Nachbarsfamilie sind Tiger und der Bademeister im Schwimmbad ein Flamingo. Milla’s Welt ist aus dem Alltag gegriffen und man findet sich wieder. Die Sprache und viele Kleinigkeiten sind an ihr Affendasein gekoppelt, zum Beispiel ist sie „affenstark“ und zum Essen gibt es Banane in verschiedenen Variationen.
Die Illustrationen sind toll und es macht Spaß, neben der Geschichte noch viel mehr Einzelheiten auf den wunderschön gestalteten Seiten zu entdecken. Hier wird die Zielgruppe sehr gut abgeholt und auch das Verhältnis von Texten zu Bildern ist super, weder zu lang noch zu kurz.
Einziger kleiner Kritikpunkt: Insgesamt hat mich die sprachliche Gestaltung und Art der Formulierung nicht zu 100% überzeugen können. Leider kann ich nicht genau den Finger darauflegen, was genau mich gestört hat. Vielleicht ist es einfach die Erzählweise an sich, manchmal hatte ich auch das Gefühl beim Lesen etwas zu holpern und an einzelnen Stellen mochte ich die Wortwitze nicht bzw. fand sie für die Zielgruppe unpassend. Zu letzterem zählt zum Beispiel die Story rund um das Wort ‚gleich‘, die hätte man in meinen Augen weglassen können. Und dass jedes Erlebnis mit einer (ausformulierten) Message abgeschlossen wird, war für mich auch etwas zu viel des Guten – aber das ist mein ganz persönlicher Geschmack.