Warmherziger Auftakt mit einer Heldin, die man sofort ins Herz schließt

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Schon nach wenigen Seiten steht fest: Milla ist ein ganz besonderes Kind. Sie lebt mit ihren Eltern direkt unter dem Dach eines Mehrgenerationenhauses, liebt ihre Kuschelbanane Nani und steckt voller Energie, Fantasie und Tatendrang. Als endlich neue Nachbarn in die lange leer stehende Wohnung einziehen, kann sie ihre Aufregung kaum zügeln – am liebsten würde sie sofort den neuen Jungen kennenlernen. Doch vorher soll sie ihr Versprechen einlösen und aufräumen. Für Milla stellt sich dabei eine ganz entscheidende Frage: Wann ist eigentlich „gleich“?

Die Leseprobe überzeugt mit einer liebevollen, humorvollen Erzählweise und einer Sprache, die sich hervorragend zum Vorlesen eignet. Besonders gelungen ist die Figur der Milla: Sie ist neugierig, herzlich, willensstark und wirkt dabei absolut authentisch. Kinder dürften sich in ihren Gedanken und Gefühlen schnell wiederfinden – schließlich kennt wohl jedes Kind die Ungeduld, wenn etwas Spannendes bevorsteht.

Auch das Setting macht neugierig. Das Haus mit den Großeltern, dem pfeifenden Hausmeister und der leeren Erdgeschosswohnung vermittelt Geborgenheit und weckt sofort Interesse daran, welche Rolle die neuen Nachbarn im weiteren Verlauf spielen werden. Die farbenfrohen Illustrationen ergänzen den Text wunderbar und unterstreichen den lebendigen, warmen Eindruck der Geschichte.

Besonders schön finde ich, dass bereits auf den ersten Seiten ein alltägliches Thema aufgegriffen wird: Zeitverständnis aus Kindersicht. Für Erwachsene ist „gleich“ oft selbstverständlich – für Kinder kann dieser Begriff jedoch sehr verwirrend sein. Dieses Missverständnis wird humorvoll und nachvollziehbar erzählt.

Die Leseprobe macht Lust auf mehr und verspricht eine warmherzige Geschichte über Freundschaft, Familie und das Erleben der Welt aus Kinderperspektive. Ich bin gespannt, welche Abenteuer Milla und ihr neuer Nachbar noch erleben werden.