Kühle Dialoge, harte Einsamkeit im amerikanischen Norden.
Die Leseprobe beginnt mit einem Tonfall, der sofort sitzt: schnippisch, lakonisch und gleichzeitig verletzlich.
Nesbos Schreibstil lebt hier von Dialogen, die knallen, weil sie mehr verschweigen als erklären und den Figuren kaum Schonraum lassen.
Bob Oz wirkt nicht cool im klassischen Sinne, sondern wie jemand, der sich mit Sarkasmus notdürftig zusammenhält, während innerlich schon alles brennt.
Die Barszene mit Liza zeigt exemplarisch, wie geschickt der Text Macht, Begehren und Einsamkeit ineinander verschränkt, ohne je ins Sentimentale abzurutschen.
Inhaltlich geht es weniger um den eigentlichen Kriminalfall als um beschädigte Beziehungen, Kontrollverlust und den dünnen Firnis von Zivilisation.
Schnell kippt die Stimmung, etwa beim Telefonat, das aus verletztem Stolz blanke Aggression werden lässt.
Das Cover unterstreicht diese Kälte und Gefahr.
Minnesota fühlt sich dabei nicht wie ein exotischer Schauplatz an, sondern wie ein seelischer Zustand, weit, leer und gnadenlos.
Der Text verlangt Aufmerksamkeit, belohnt sie aber mit präzisen Beobachtungen und einer rauen Ehrlichkeit, die lange nachhallt.
Nesbos Schreibstil lebt hier von Dialogen, die knallen, weil sie mehr verschweigen als erklären und den Figuren kaum Schonraum lassen.
Bob Oz wirkt nicht cool im klassischen Sinne, sondern wie jemand, der sich mit Sarkasmus notdürftig zusammenhält, während innerlich schon alles brennt.
Die Barszene mit Liza zeigt exemplarisch, wie geschickt der Text Macht, Begehren und Einsamkeit ineinander verschränkt, ohne je ins Sentimentale abzurutschen.
Inhaltlich geht es weniger um den eigentlichen Kriminalfall als um beschädigte Beziehungen, Kontrollverlust und den dünnen Firnis von Zivilisation.
Schnell kippt die Stimmung, etwa beim Telefonat, das aus verletztem Stolz blanke Aggression werden lässt.
Das Cover unterstreicht diese Kälte und Gefahr.
Minnesota fühlt sich dabei nicht wie ein exotischer Schauplatz an, sondern wie ein seelischer Zustand, weit, leer und gnadenlos.
Der Text verlangt Aufmerksamkeit, belohnt sie aber mit präzisen Beobachtungen und einer rauen Ehrlichkeit, die lange nachhallt.