Brauchte eine Weile um rein zu finden ...

Voller Stern Voller Stern Voller Stern Voller Stern Leerer Stern
beastybabe Avatar

Von

Anfangs tat ich mich sehr schwer mit dem Buch, was vor allem an der Hauptfigur Bob Oz lag, der es einem nicht leicht machte, ihn zu mögen.
Er ist ein Polizist mit einer schweren Vergangenheit (seine Tochter starb) und er benimmt sich wirklich oft sehr unsympathisch, vor allem Frauen gegenüber.
Erzählt wird die Story auf zwei Zeitebenen: im Jahr 2022 durch einen Schriftsteller in der Ich-Form und im Jahr 2016 durch Rückblicke auf die damaligen Geschehnisse.
Den Erzähler konnte ich auch lange Zeit nicht wirklich einordnen. Bis das Gelesene einen Sinn ergab und ich mich langsam mit den Figuren anfreunden konnte, vergingen viele Seiten. Es gelang mir auch nicht, es flüssig zu lesen, weil die Story mich erst einfach nicht fesseln konnte. Deshalb habe ich jetzt auch ungewöhnlich lange dafür gebraucht, normalerweise wäre ich an einem Wochenende fertig.
Man braucht also evtl. ein bisschen Geduld, denn diese wird am Ende wirklich belohnt.

Die Geschichte ist wirklich gut erdacht, wenn man erst mal den Durchblick hat und merkt, dass eine echt spannende Story dahinter steckt.
Bob lässt nicht locker und ermittelt gern etwas außerhalb seiner Zuständigkeiten, er wird im Lauf der Zeit auch immer sympathischer.

Der Gesuchte entpuppt sich auch als sehr spannende Figur und man weiß nicht so recht, was man von ihm halten soll.
Eine Geschichte, in der die üblichen Grenzen zwischen Gut und Böse verschwimmen.

Am Ende war ich sehr begeistert von dem Buch und hätte mir gewünscht, ich hätte früher reingefunden, um es schon früher genießen zu können.