Ein toll vertontes Hörbuch, aber eine Story ohne Überraschungseffekte.

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iffi Avatar

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Es ist 2016 und Bob Oz ermittelt bei dem versuchten Mord eines Waffenhändlers. Bei der Arbeit beweist er ein besonderes Gespür, privat ist er gescheitert. Schnell bemerkt er, dass der Täter seine Katze ausstopfen wollte und lernt einen interessanten Präparator kennen..

Ich hatte mich auf einen spannenden Nesbø-Thriller gefreut, wurde aber leider etwas enttäuscht. Trotz der gewohnt starken Lesung von David Nathan konnte mich die Story von „Minnesota“ überhaupt nicht fesseln.

Das größte Problem: Die Handlung zieht sich wie Kaugummi. Anstatt echter Spannung gab es für mich viel zu viele Längen, die ich schlichtweg langweilig fand. Hinzu kommt, dass der Plot für geübte Krimi-Fans leider extrem vorhersehbar ist. Ich wusste schon früh, wer der Mörder ist – da hilft dann auch die beste Atmosphäre nicht mehr, wenn das große Rätselraten schon bei der Hälfte vorbei ist.

Der Charakter des Protagonisten ist relativ eigen, ich fand ihn sympathisch, aber es ist auch wieder dieses eigenbrödlerische der-einsame-Wolf-Klischee.

Fazit: Wer auf David Nathans Stimme steht, kann reinhören, aber wer eine unvorhersehbare, packende Story sucht, sollte lieber zu einem anderen Hörbuch greifen.