Fesselnd

Voller Stern Voller Stern Voller Stern Voller Stern Voller Stern
kaligrafin Avatar

Von

Der norwegische Autor Jo Nesbø hat es mit seinem neuesten Kriminalroman "Minnesota" geschafft, Psychospiele und Spannung in einem zu vereinen. Da ich ein großer Fan der Harry Hole-Serie bin, war es für mich klar, das neueste Werk des Autors zu lesen – und wurde nicht enttäuscht.

Erstmals tritt der doch sehr kaputte Ermittler Bob Oz auf, der dem tragischen Unfalltod seiner kleinen Tochter und der gescheiterten Beziehung nachtrauert.

Anfangs bin ich mit ihm nicht recht warm geworden, doch mit der Zeit versteht man seine inneren Dämonen und entwickelt statt einer Antipathie tiefes Mitgefühl für ihn. So ging es mir teilweise auch mit dem Mörder, den Bob Oz jagt. Die beiden liefern sich ein wahres Katz- und Mausspiel, das an Spannung kaum zu überbieten ist.

Der Kirminalroman spielt sich in zwei Zeiten ab, wobei der Hauptplot im Jahr 2016 und der Nebenstrang im heutigen 2022 stattfindet. Das führt anfangs zu Verwirrung und stört ein wenig den Lesefluss, doch mit der Zeit gewöhnt man sich daran und es bietet den üblichen Jo Nesbø-Kick. Dadurch entstehen natürlich Cliffhanger, die zum Weiterlesen animieren.

Der Autor hat so eine präzise Schreibart, die trotz kurzer Sätze immer wieder fesselnd ist.

Fazit: Ein packender Kriminalroman vom Meister der Psychospiele persönlich!