Gemischte Lesegefühle

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Holger Rudi, ein norwegischer Autor, reist nach Minnesota um für sein Buch letzte Information zu bekommen.es geht um ein Verbrechen, welches vor 6 Jahren(2016) geschah und in das sein Vetter verstrickt war. Diesen kannte er von Besuchen in der Kindheit hier in Minnesota.
Das Buch spielt in zwei Zeitebenen und der größte Teil erzählt das Geschehen von damals:
Bob Oz hat seine 3jährige Tochter durch einen Unfall verloren. Er gibt sich selbst die Schuld. Auch, dass seine Ehe daran zerbrach. Er trinkt viel zu viel und sucht sich immer neue Frauen für einen One Night Stand. Aber beides führt nicht zum Vergessen. Er macht sich nur zum Gespött seiner Kollegen.
Als es einen Mordversuch an einem Waffenhändler gibt führen die Spuren weit in die Vergangenheit zurück. Bob Oz sieht zwar ein paar Spuren und verfolgt diese. Wird aber von dem Fall abgezogen und ermittelt auf eigene Faust.
Ich bin sehr schlecht in die Handlung hineingekommen. Alles war etwas verwirrend und es tauchten viel zu viele Personen auf. Es hat ca. Ein Drittel des Buches gebraucht, bis ich langsam in einen Lesefluss kam. Die Handlung steigerte sich, aber da mir Bob Oz unsympathisch blieb, konnte ich auch nicht richtig mitfiebern. Was selten vorkommt: ich hatte schon ziemlich schnell den wahren Täter im Verdacht. Allerdings die Tricks, mit denen er seine Taten verschleierte, waren schon raffiniert.
Es ist lesenswert mit einigen Einschränkungen und falls es Nachfolgebände geben sollte, werde ich gründlich abwägen, ob ich sie lesen möchte. Der Protagonist darf runtergekommen sein, seine Ecken und Macken haben, aber er sollte mir dabei etwas sympathischer rüberkommen.
Vielleicht hat mich auch eines der Hauptthemen zu sehr gestört. Der 2.Zusatzartikel der Verfassung der Vereinigten Staaten.