Nichts für schwache Nerven
Ich habe „Minnesota“ von Jo Nesbø mit großer Spannung gelesen und war von der Härte und Düsternis der Geschichte sofort gepackt. Die Figur des Bob Oz hat mich zunächst eher abgestoßen. Ein abgehalfterter, innerlich zerstörter Ermittler, der nach dem Tod seiner Tochter und der Trennung von seiner Frau weit davon entfernt ist, ein sympathischer Held zu sein. Doch gerade diese Brüche haben dafür gesorgt, dass ich ihn im Verlauf des Romans immer besser verstehen konnte und zunehmend Respekt für seinen unermüdlichen Einsatz und seine Hartnäckigkeit entwickelt habe.
Besonders beeindruckt hat mich, wie Nesbø die Jagd auf den Heckenschützen inszeniert, der gezielt Menschen attackiert, die sich für privaten Waffenbesitz starkmachen, und die Ermittler immer wieder an der Nase herumführt. Die Grenzen zwischen Gut und Böse verschwimmen dabei auf verstörende Weise: Einerseits ist der Killer skrupellos, andererseits wirft seine Motivation unbequeme moralische Fragen auf, die mich noch nach dem Lesen beschäftigt haben.
Die in verschiedenen Zeitebenen erzählte Handlung und die wechselnden Perspektiven haben mich anfangs gefordert, aber als ich die Struktur durchschaut hatte, habe ich die Raffinesse der Konstruktion und die stetig steigende Spannung sehr genossen.
Besonders beeindruckt hat mich, wie Nesbø die Jagd auf den Heckenschützen inszeniert, der gezielt Menschen attackiert, die sich für privaten Waffenbesitz starkmachen, und die Ermittler immer wieder an der Nase herumführt. Die Grenzen zwischen Gut und Böse verschwimmen dabei auf verstörende Weise: Einerseits ist der Killer skrupellos, andererseits wirft seine Motivation unbequeme moralische Fragen auf, die mich noch nach dem Lesen beschäftigt haben.
Die in verschiedenen Zeitebenen erzählte Handlung und die wechselnden Perspektiven haben mich anfangs gefordert, aber als ich die Struktur durchschaut hatte, habe ich die Raffinesse der Konstruktion und die stetig steigende Spannung sehr genossen.