Spannender Kriminalroman

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Minnesota von Jo Nesbø Erschienen am 2. Januar 2026 im Ullstein Verlag

Jo Nesbø steht für mich durch seine Harry-Hole-Reihe für nordischen Thrill wie kaum ein anderer Autor. Mit „Minnesota“ hat er nun seinen neuen Kriminalroman veröffentlicht, der mich in die USA entführt hat – und wie es der Titel schon sagt: nach Minnesota, genauer gesagt Minneapolis. Ich wusste gar nicht, dass es dort eine so große norwegische Community gibt. Dabei hat er auch gleich wieder einen sehr spannenden Hauptcharakter erschaffen: Bob Ozz. Bob ist Detective beim MPD und, nach dem Tod seiner Tochter, aus nachvollziehbaren Gründen in eine tiefe Depression versunken.

Die Idee mit Holger Rudi, der für sein True-Crime-Buch recherchiert und dabei die Schauplätze der Handlung vorstellt, fand ich super. Und am Ende verbindet Holger und Bob doch etwas mehr als nur die Geschichte. Gerne hätte ich noch mehr von ihm gelesen, da ich mir die Orte durch seine Schilderungen sehr gut vor meinem geistigen Auge vorstellen konnte. Es hat sich fast so angefühlt, als würde mir Jo Nesbø am Küchentisch gegenüber sitzen und von Minneapolis erzählen.

Den Aufbau des Krimis fand ich ebenfalls sehr gelungen. Nesbø baut die Spannung anfangs langsam auf, und doch wurde ich durch seinen tollen Schreibstil ganz unbewusst immer tiefer in die Geschichte hineingezogen. Während der Fokus zu Beginn noch sehr ruhig auf den Charakteren und der Grundstory liegt, nimmt die Spannung erst langsam, dann immer schneller zu und gipfelt schließlich in einem sehr starken Finale.

Fazit: Das war er also, der neue Nesbø, und ich fand ihn absolut lesenswert. Spannende Charaktere, überraschende Wendungen und eine sehr gelungene Spannungskurve haben mir tolle Lesestunden beschert. Ich hoffe sehr, bald noch mehr von Bob zu lesen.