Zum passenden Zeitpunkt erschienen
Jo Nesbøs Harry Hole ist Geschichte, sein Nachfolger wird Bob Oz (zumindest darf man das vermuten). Und natürlich wird auch Jo Nesbøs neues Buch als Kriminalroman vermarktet – nichts anderes erwarten die Leser von diesem Autor – aber „Minnesota“ ist mehr.
Der Autor nimmt uns mit nach Minneapolis, diese Metropole, die aktuell in sämtlichen Medien präsent ist, da einmal mehr Beamte der ICE (United States Immigration and Customs Enforcement) ihre Waffen nicht stecken lassen konnten und mit ihren schnellen Fingern am Abzug das Leben eines Menschen ausgelöscht haben. Ihr Name war Renee Nicole Good, und sie tat nichts, was diesen Todesschuss gerechtfertigt hätte. Ähnlich wie 2020 George Floyd, der damals bei einem Einsatz der City Police getötet wurde und an den Jo Nesbø hier erinnert.
Was muss ein Mensch erlebt haben, damit alle Dämme reißen, blind vor Wut Waffen eingesetzt um seine Rache zu bekommen? Kann es daran liegen, dass die Gewalt auch von offiziellen Stellen geduldet und von mächtigen Organisationen gefördert wird?
Diese Frage bestimmt in diesem Kriminalroman über weite Strecken die Handlung, nicht zuletzt durch die drei Akteure, deren Wege sich in der Dunkelheit der Stadt kreuzen: Bob Oz, der alkoholabhängige Detective auf der Suche, der den Unfalltod seiner kleinen Tochter bis heute nicht verkraftet hat und von seiner Frau verlassen wurde. Typ einsamer Wolf, traumatisiert, wütend und vom Dienst suspendiert. Ein Shooter, Typ einsamer Rächer, der seit Jahren sein Unwesen in der Stadt treibt und dessen nächstes Ziel der Bürgermeister ist. Ein Autor auf der Suche nach Oz, der in eine geschundene Stadt kommt, um Recherchearbeit für sein Buch zu betreiben und kaum glauben kann, was er sieht.
Nesbø erzählt die Geschichte in zwei Zeitebenen aus wechselnden Perspektiven und legt nicht nur Stück für Stück die Motivation seiner Protagonisten offen, sondern zeigt uns auch eine Metropole mit all ihren Schattenseiten, die insbesondere, aber nicht nur, in der Nacht zutage treten. Ein düstere Portrait, in dem die Schwärze aus jeder Seite dringt. Sehr gut gelungen und genau zum richtigen Zeitpunkt erschienen.
Der Autor nimmt uns mit nach Minneapolis, diese Metropole, die aktuell in sämtlichen Medien präsent ist, da einmal mehr Beamte der ICE (United States Immigration and Customs Enforcement) ihre Waffen nicht stecken lassen konnten und mit ihren schnellen Fingern am Abzug das Leben eines Menschen ausgelöscht haben. Ihr Name war Renee Nicole Good, und sie tat nichts, was diesen Todesschuss gerechtfertigt hätte. Ähnlich wie 2020 George Floyd, der damals bei einem Einsatz der City Police getötet wurde und an den Jo Nesbø hier erinnert.
Was muss ein Mensch erlebt haben, damit alle Dämme reißen, blind vor Wut Waffen eingesetzt um seine Rache zu bekommen? Kann es daran liegen, dass die Gewalt auch von offiziellen Stellen geduldet und von mächtigen Organisationen gefördert wird?
Diese Frage bestimmt in diesem Kriminalroman über weite Strecken die Handlung, nicht zuletzt durch die drei Akteure, deren Wege sich in der Dunkelheit der Stadt kreuzen: Bob Oz, der alkoholabhängige Detective auf der Suche, der den Unfalltod seiner kleinen Tochter bis heute nicht verkraftet hat und von seiner Frau verlassen wurde. Typ einsamer Wolf, traumatisiert, wütend und vom Dienst suspendiert. Ein Shooter, Typ einsamer Rächer, der seit Jahren sein Unwesen in der Stadt treibt und dessen nächstes Ziel der Bürgermeister ist. Ein Autor auf der Suche nach Oz, der in eine geschundene Stadt kommt, um Recherchearbeit für sein Buch zu betreiben und kaum glauben kann, was er sieht.
Nesbø erzählt die Geschichte in zwei Zeitebenen aus wechselnden Perspektiven und legt nicht nur Stück für Stück die Motivation seiner Protagonisten offen, sondern zeigt uns auch eine Metropole mit all ihren Schattenseiten, die insbesondere, aber nicht nur, in der Nacht zutage treten. Ein düstere Portrait, in dem die Schwärze aus jeder Seite dringt. Sehr gut gelungen und genau zum richtigen Zeitpunkt erschienen.