Ein ruhiger Einstieg in Mirabellentage

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mitch_0810 Avatar

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Die ersten 33 Seiten von Mirabellentage haben auf mich einen sehr ruhigen und gleichzeitig nachdenklichen Eindruck gemacht. Schon am Anfang wird deutlich, dass die Geschichte stark von Erinnerungen und persönlichen Gefühlen geprägt ist. Die Erzählerin blickt auf ihre Vergangenheit zurück, und man spürt schnell, dass ihre Kindheit und das Aufwachsen auf dem Land eine große Rolle für ihre Identität spielen.

Besonders aufgefallen ist mir die Atmosphäre, die die Autorin schafft. Die Landschaft, der Bauernhof und der Alltag wirken sehr lebendig beschrieben. Dadurch konnte ich mir die Umgebung gut vorstellen. Gleichzeitig entsteht eine gewisse Melancholie, weil man merkt, dass die Erzählerin ihr früheres Leben mit etwas Abstand betrachtet.

Interessant finde ich auch die Beziehung zur Familie. Schon auf den ersten Seiten wird angedeutet, dass die Eltern und das Aufwachsen auf dem Hof die Erzählerin stark geprägt haben. Es wirkt so, als ob sie einerseits eine große Verbundenheit zu dieser Zeit empfindet, andererseits aber auch merkt, wie sehr sich ihr Leben inzwischen verändert hat.

Der Schreibstil ist relativ ruhig und eher reflektierend. Es passiert nicht sofort sehr viel Handlung, aber dafür lernt man die Gedanken und Gefühle der Erzählerin kennen. Dadurch wirkt der Text persönlich und authentisch. Man bekommt das Gefühl, dass es weniger um Spannung als um Erinnerungen, Herkunft und das Nachdenken über das eigene Leben geht.

Insgesamt machen die ersten Seiten neugierig darauf, wie sich die Geschichte weiterentwickelt und welche Rolle die Vergangenheit der Erzählerin für ihr heutiges Leben spielt.