Eine schöne Leichtigkeit

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Der Einstieg in den Roman hat mich sofort durch seine besondere Atmosphäre gepackt. Es ist diese Mischung aus sommerlicher Leichtigkeit und einer tiefen, dumpfen Trauer, die den Text sehr greifbar macht.

Die Autorin schreibt extrem bildhaft. Man riecht den Duft der Backstube am Marktplatz, spürt das kühle Wasser des Waldsees und schmeckt förmlich die „süße Säure“ der noch nicht ganz reifen Mirabellen. Diese Detailverliebtheit sorgt dafür, dass man sich in dem Dorf Blumfeld sofort orientieren kann. Es wirkt nicht wie eine Kulisse, sondern wie ein Ort mit Geschichte.

Anna ist eine Frau, die anpackt. Man merkt, dass sie das Pfarrhaus und den Garten mit jeder Faser ihres Wesens kennt. Sie ist diejenige, die die Gänseblümchen im Rasen stehen lässt und die Marmeladengläser vorbereitet, während um sie herum alles im Chaos zu versinken droht.