Erinnerungen zwischen Mirabellenbäumen und harter Landarbeit.

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fönbo Avatar

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Martina Bogdahn hat mich mit ihrer Leseprobe direkt zurück in eine Welt katapultiert, die nach Sommer und harter Arbeit riecht.

Die Geschichte von Maria, die zwischen ihrem modernen Leben und den Wurzeln auf dem Bauernhof steht, wirkt unglaublich ehrlich.

Der Schreibstil ist angenehm bodenständig und verzichtet komplett auf unnötigen Kitsch oder eine verklärte Dorf-Idylle. Es ist faszinierend zu beobachten, wie die Vergangenheit der Protagonistin durch kleine Auslöser wieder lebendig wird.

Die Dynamik innerhalb der Familie wird so greifbar, dass man sich fast selbst mit am Küchentisch sitzen sieht.

Die Mirabellen dienen dabei als wunderschönes Sinnbild für eine Kindheit, die sowohl süß als auch mühsam war. Mich hat beeindruckt, wie leichtfüßig Martina Bogdahn den Spagat zwischen Humor und Melancholie meistert.

Es ist ein Buch, das die Frage aufwirft, wie viel Heimat man eigentlich in sich trägt, egal wie weit man wegzieht.