Zwischen Mirabellenbaum und Neubeginn – ein Roman, der sofort berührt

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Schon das Cover von Mirabellentage von Martina Bogdahn hat mich sofort angesprochen. Es wirkt warm, ruhig und unglaublich einladend – genau so ein Buch, das man am liebsten sofort aufschlagen möchte. Die Gestaltung vermittelt für mich schon auf den ersten Blick eine besondere Atmosphäre: ländlich, naturverbunden und ein bisschen nostalgisch. Auch der Klappentext hat meine Neugier sofort geweckt, weil er eine Geschichte verspricht, die von Menschen, Veränderungen und vielleicht auch von neuen Wegen im Leben erzählt. Genau diese Mischung hat mich dazu gebracht, das Buch unbedingt lesen zu wollen.

Beim Lesen der ersten Seiten hat mich dann vor allem die Sprache begeistert. Sie ist sehr bildhaft und zugleich angenehm ruhig. Die Autorin schafft es, mit wenigen, sehr präzisen Beschreibungen eine starke Stimmung entstehen zu lassen. Besonders die Natur- und Landschaftsbeschreibungen wirken fast sinnlich – man sieht die Orte förmlich vor sich und spürt die Atmosphäre der Umgebung. Gleichzeitig schreibt Martina Bogdahn sehr feinfühlig über ihre Figuren. Schon nach kurzer Zeit wirken sie lebendig und nahbar, und man bekommt sofort das Gefühl, dass hinter ihnen viele Geschichten und Erfahrungen stecken.

Auch inhaltlich hat mich der Einstieg sofort abgeholt, ohne dabei zu viel zu verraten. Schon früh wird deutlich, dass die Geschichte sich mit großen Lebensthemen beschäftigt – mit Veränderungen, Erinnerungen, Abschieden und vielleicht auch mit neuen Begegnungen. Gleichzeitig hat der Roman eine ruhige, fast warmherzige Grundstimmung, die mich sehr angesprochen hat. Es scheint eine Geschichte zu sein, die sowohl berühren als auch zum Schmunzeln bringen kann.

Gerade diese Mischung aus leisen, nachdenklichen Momenten und kleinen humorvollen Beobachtungen hat mich sehr neugierig gemacht. Man hat das Gefühl, dass hier eine Geschichte beginnt, die sich Zeit für ihre Figuren nimmt und das Leben in all seinen Facetten zeigt.

Mein erster Eindruck ist deshalb durchweg begeistert. Mirabellentage wirkt auf mich wie ein Roman voller Atmosphäre, Wärme und Menschlichkeit – vielleicht tatsächlich genau so ein Buch, das man manchmal braucht: eine Geschichte, die berührt, ein wenig entschleunigt und einen für eine Weile in eine andere Welt mitnimmt. Genau deshalb möchte ich dieses Buch unbedingt weiterlesen.