Die gute alte Zeit
Ich kenne das erste gefeierte Werk "Mühlensommer" der Autorin nicht und bin auf dieses Buch durch das tolle Cover aufmerksam geworden. Auch die Geschichte hörte sich doch ganz nett an. Ein toter Pfarrer und eine Haushälterin, die bisher nichts anderes kannte als für den Pfarrer da zu sein und in ihrer ländlichen Idylle zufrieden ist, nun aber die Chance auf einen Neuanfang, Freiheit und Veränderung hat. Allerdings hat mich das Buch nicht wirklich begeistert. Ich finde, dass es sich sehr zieht, die Charaktere haben mich nicht mitgenommen und der Versuch lustige und teils doch überzogenen Teile einzubinden klappt nur bedingt. Die Geschichte enthält einerseits Anekdoten aus der Zeit mit Josef, dem mit 57 verstorbenen Dorfpfarrer und andererseits wird erzählt, wie es nun für Anna weitergeht. Anna selbst ist pragmatisch, findet (wie sie selbst sagt) immer eine Lösung und traut sich aus ihrer Komfortzone heraus. Wer das Leben in einer kleinen katholischen, bayrischen Idylle kennenlernen möchte und Freude an Erinnerungen von früher hat, dem könnte das Buch gefallen.