Die Haushälterin

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msl_kl Avatar

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Anna ist die Haushälterin von Pfarrer Josef. Als dieser plötzlich verstirbt, muss sie die Beerdigung organisieren, den neuen Pfarrer ins Dorfleben einführen und seinen letzten Willen erfüllen. Doch das ist für sie nicht so leicht, denn dafür muss sie Auto fahren, was sie seit ihrem Führerschein in den 70ern nicht mehr gemacht hat. Ein Fahrlehrer muss her, denn die Zeit drängt. Wird sie die Fahrt ins Ungewisse schaffen?

In dieser Geschichte wird man ins bayrische Dorfleben katapultiert, mit all seinen Klischees. Humorvoll zeichnet die Autorin das Bild eines lebendigen Dorfes, wo jeder jeden kennt und über den anderen was weiß. Die Geschichte lebt von Anekdoten aus der Vergangenheit, die von Anna erzählt werden. Die Handlung in der Gegenwart kommt daher kaum voran, was ich etwas schade fand. Stellenweise sind die Klischees dann schon etwas zu viel und es wirkte überladen. Ich hatte eine ganz andere Erwartung an das Buch und hätte mir mehr Handlung in der Gegenwart gewünscht. Aber anscheinend ist es das Ziel der Geschichte gewesen, Annas Leben ein bisschen aufzuzeigen und sie bis in die Gegenwart zu begleiten, wo sie ihre Weichen neu stellen will. Insgesamt war es angenehm das Buch zu lesen und ich habe an vielen Stellen schmunzeln müssen. Wenn man auch auf dem Dorf aufgewachsen ist, so wie Anna, dann wird man sich an vielen Stellen wiederfinden können und vielem zustimmen. Es ist eine sehr ruhige Geschichte, mit wenig Handlung, viel Nostalgie und lieben Menschen, die sich neu sortieren müssen.