Ein atmosphärischer, humorvoller Roman für den Sommer
Mirabellentage ist ein Roman, der mich wirklich positiv überrascht hat. Die Protagonistin ist Anna, die im Dorf Blumfeld lebt und die Pfarrhaushälterin vom örtlichen Pfarrer Josef ist. Als Josef stirbt muss sie nicht nur seine Beerdigung organisieren, sondern es beginnt für sie auch ein komplett neuer Lebensabschnitt.
Der Schreibstil der Autorin hat mich sehr begeistert. Er ist ruhig, eindringlich und sehr atmosphärisch. Der Roman wird aus der Perspektive von Anna in der Ich-Form erzählt. Während sie die Beerdigung von Josef organisiert sowie den neuen Pfarrer in den Ort einführt und ihm seine Menschen näherbringt, schweift sie in ihrer Erzählung immer wieder in Erinnerungen an ihre und Josefs Herkunft, Kindheit und ihr gemeinsames Leben im Pfarrhaus ab. Man lernt dabei viele Dorfbewohner über Jahrzehnte kennen, manche intensiv, manche eher oberflächlich. Es werden viele Begebenheiten über den Ort, seine Bewohner und Veranstaltungen im Ort erzählt, die ein typisches Dorfleben darstellen. Wer jetzt denkt, dass das langweilig ist, irrt sich gewaltig. Die Begebenheiten sind manchmal traurig, oft sehr berührend aber auch sehr oft so komisch, dass ich wirklich viel lachen musste. Dieser rabenschwarze Humor auch in Bezug auf die katholische Kirche und die Erlebnisse als Pfarrsekretärin machen für mich einen großen Reiz des Buches aus. Die Kaffeefahrt der Männer zum Kneippen, die zur Enttäuschung der Männer nicht in diversen Kneipen sondern in diversen Wasserbecken endet, ist ein absolutes Highlight und ich habe Tränen gelacht. Es sind einfach viele Begebenheiten, wie ich sie auch früher bei meinen Großeltern auf dem Dorf erlebt habe, wo der Pfarrer noch eine Respektsperson war und Kaffeefahrten und Dorffeste das Highlight der Dorfbewohner. Anna als Protagonistin ist total sympathisch und aufgeweckt. Sie ist mit sich und dem Leben zufrieden, obwohl es ein hartes Leben mit viel Fremdbestimmung ist. Trotzdem macht sie aus allem das Beste und hilft oft auf witzige und unkonventionelle Art und Weise. Sie nimmt sich auch kleine Freiheiten und gerade nach Josefs Tod erwacht in ihr ein Freiheitsdrang, der nochmal eine spannende charakterliche Entwicklung mit sich bringt. Das Setting in Blumfeld fand ich ganz toll. Die Landschaft und auch die Ereignisse vor Ort werden so malerisch und eindringlich beschrieben, das man das Gefühl hat, mit im Ort zu wohnen.
Fazit: Ein köstlicher Roman über eine starke, warmherzige und einfallsreiche Protagonistin, ein interessantes Dorfleben und die Eigenheiten des katholischen Glaubens, wenn man das Leben nicht ganz so ernst nimmt. Sehr berührend, manchmal traurig aber oft sehr humorvoll. Ein ganz tolles Setting mit atmosphärischen Beschreibungen der Landschaft und des Ortes. Ein Sommerroman, den ich wärmstens empfehlen kann.
Der Schreibstil der Autorin hat mich sehr begeistert. Er ist ruhig, eindringlich und sehr atmosphärisch. Der Roman wird aus der Perspektive von Anna in der Ich-Form erzählt. Während sie die Beerdigung von Josef organisiert sowie den neuen Pfarrer in den Ort einführt und ihm seine Menschen näherbringt, schweift sie in ihrer Erzählung immer wieder in Erinnerungen an ihre und Josefs Herkunft, Kindheit und ihr gemeinsames Leben im Pfarrhaus ab. Man lernt dabei viele Dorfbewohner über Jahrzehnte kennen, manche intensiv, manche eher oberflächlich. Es werden viele Begebenheiten über den Ort, seine Bewohner und Veranstaltungen im Ort erzählt, die ein typisches Dorfleben darstellen. Wer jetzt denkt, dass das langweilig ist, irrt sich gewaltig. Die Begebenheiten sind manchmal traurig, oft sehr berührend aber auch sehr oft so komisch, dass ich wirklich viel lachen musste. Dieser rabenschwarze Humor auch in Bezug auf die katholische Kirche und die Erlebnisse als Pfarrsekretärin machen für mich einen großen Reiz des Buches aus. Die Kaffeefahrt der Männer zum Kneippen, die zur Enttäuschung der Männer nicht in diversen Kneipen sondern in diversen Wasserbecken endet, ist ein absolutes Highlight und ich habe Tränen gelacht. Es sind einfach viele Begebenheiten, wie ich sie auch früher bei meinen Großeltern auf dem Dorf erlebt habe, wo der Pfarrer noch eine Respektsperson war und Kaffeefahrten und Dorffeste das Highlight der Dorfbewohner. Anna als Protagonistin ist total sympathisch und aufgeweckt. Sie ist mit sich und dem Leben zufrieden, obwohl es ein hartes Leben mit viel Fremdbestimmung ist. Trotzdem macht sie aus allem das Beste und hilft oft auf witzige und unkonventionelle Art und Weise. Sie nimmt sich auch kleine Freiheiten und gerade nach Josefs Tod erwacht in ihr ein Freiheitsdrang, der nochmal eine spannende charakterliche Entwicklung mit sich bringt. Das Setting in Blumfeld fand ich ganz toll. Die Landschaft und auch die Ereignisse vor Ort werden so malerisch und eindringlich beschrieben, das man das Gefühl hat, mit im Ort zu wohnen.
Fazit: Ein köstlicher Roman über eine starke, warmherzige und einfallsreiche Protagonistin, ein interessantes Dorfleben und die Eigenheiten des katholischen Glaubens, wenn man das Leben nicht ganz so ernst nimmt. Sehr berührend, manchmal traurig aber oft sehr humorvoll. Ein ganz tolles Setting mit atmosphärischen Beschreibungen der Landschaft und des Ortes. Ein Sommerroman, den ich wärmstens empfehlen kann.