Eintauchen in eine wunderbare Geschichte und den Mikrokosmos Dorfleben

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Wie fühlt es sich an, die Haushälterin eines Ortspfarrers zu sein? Nicht nur diese Frage beantwortet uns die Autorin Martina Bogdahn in ihrem gefühlvollen wunderbaren Roman. Selten gelingt es mit Worten Alltäglichem den Hauch etwas Besonderem zu verleihen und mit bildhaften Beschreibungen ein Gefühl entstehen zu lassen, man wäre genau in diesem Moment Teil des Geschehens. Die herzliche warme zugleich aber auch tiefsinnige Beschreibung der Gefühlswelt der Protagonistin Anna berührt und entführt in einen Lebensbereich, den nur sehr wenige Menschen kennenlernen. Manche der Anekdoten und kleinen Geschichten, die in die Erzählung eingebunden sind, bringen zum Schmunzeln und staunen über den Mikrokosmos Dorfleben.
Der Roman ist unaufgeregt und leise, mit einer Prise Humor gewürzt und dabei ist er sehr unterhaltend, was ich aufgrund des Klappentextes nicht vermutet hätte.
Mir gefallen die bildhaften Beschreibungen, die Charaktere, die Handlung und das Setting. Nach den ersten Seiten wollte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen und habe es bis zum letzten Wort sehr gerne gelesen.