Heiter, aber allzu brav
Der Pfarrer stirbt, seiner Haushälterin, schon seit frühen Kindertagen mit ihm befreundet, wird dadurch aber nicht langweilig. Denn noch vor der Beerdigung steht bereits ein junger Nachfolger aus dem hohen Norden zu nachtschlafender Zeit vor der Tür. Fürs erste scheint es keine größere Sorge zu geben als sein unverständliches Plattdeutsch. Und so muss die Messfeier eben in lateinischer Sprache gehalten werden, und für die Predigt tut es auch ein herausgerissenes Blatt aus einem italienischen Kochbuch (Minestrone).
Durch alle Seiten hindurch zieht sich der Duft von kochender Mirabellenmarmelade, und das hat mir sehr gefallen, denn auch ich liebe dieses Aroma heißer Früchte seit meiner Kindheit. Wie Perlen auf einem Rosenkranz reihen sich in einem fort diverse Histörchen und Geschichtlein aneinander. Es sind Hunderte, und man könnte aus dem Schmunzeln gar nicht mehr herauskommen.
Nur: Wie auf die brave ältliche, aber mit ihren 54 noch keineswegs alte Pfarrersköchin zugeschnitten sind alle so harmlos wie Kinderwitze. Eine Pfarrersköchin, deren Markenzeichen ihr hellblaues Wollkostüm ist, verfügt wohl auch über keine aufregenden Erinnerungen. Ein wenig mehr Spannung, ab und zu ein kräftiger Kick, vielleicht zwischendurch noch eine Prise Paprika hätten dem Roman bestimmt gutgetan. So habe ich des Öfteren querfeldein gelesen und mich manchmal gelangweilt. Dieses Buch liest sich leicht-seicht, man möge mir verzeihen.
Doch wer diese Art von literarischer Unterhaltung gerne mag, dem seien die „Mirabellentage“ herzlich empfohlen.
Durch alle Seiten hindurch zieht sich der Duft von kochender Mirabellenmarmelade, und das hat mir sehr gefallen, denn auch ich liebe dieses Aroma heißer Früchte seit meiner Kindheit. Wie Perlen auf einem Rosenkranz reihen sich in einem fort diverse Histörchen und Geschichtlein aneinander. Es sind Hunderte, und man könnte aus dem Schmunzeln gar nicht mehr herauskommen.
Nur: Wie auf die brave ältliche, aber mit ihren 54 noch keineswegs alte Pfarrersköchin zugeschnitten sind alle so harmlos wie Kinderwitze. Eine Pfarrersköchin, deren Markenzeichen ihr hellblaues Wollkostüm ist, verfügt wohl auch über keine aufregenden Erinnerungen. Ein wenig mehr Spannung, ab und zu ein kräftiger Kick, vielleicht zwischendurch noch eine Prise Paprika hätten dem Roman bestimmt gutgetan. So habe ich des Öfteren querfeldein gelesen und mich manchmal gelangweilt. Dieses Buch liest sich leicht-seicht, man möge mir verzeihen.
Doch wer diese Art von literarischer Unterhaltung gerne mag, dem seien die „Mirabellentage“ herzlich empfohlen.