Humorvoll und sommerlich warm
Mirabellentage von Martina Bogdahn / Rezension
💛«Große Tragik ist etwas, das die Menschen eint.»💛
„Mirabellentage“ ist ein Buch, auf das man sich einlassen muss. Das wird einem nicht einfach so serviert und schon ist man dabei. Mich hat es durch die ruhige Sprache, den lustigen Humor und die warmherzige Geschichte erreicht.
„Mühlensommer“ hingegen liegt noch gemütlich und in Sicherheit auf meinem SuB und ich bin gespannt darauf. Die Bücher spielen wohl im gleichen Universum.
✨Zitate
„Am Himmel ist keine einzige Wolke zu sehen. Die Geranien in den Blumenkästen vor den Fenstern leuchten rot, und eine leichte warme Brise bringt die Blätter in den Obstbäumen zum Rauschen. In der Ferne surrt ein Rasenmäher. Ein paar Schwalben fliegen hoch über den Dächern von Blumfeld. Ich bleibe stehen und sehe ihnen eine Weile nach.“
„Ich wollte damit nur sagen, dass man selbst nicht hart sein muss, bloß weil man ein hartes Leben führt.“
✨Inhalt
Annas Leben steht Kopf: Pfarrer Josef, für den sie als Haushälterin arbeitet, verstirbt und der Ersatzpriester Fridtjof steht direkt schon vor der Tür. Josefs Asche soll zu allem Überfluss auch noch heimlich an‘s Meer und dort verstreut werden und Anna ist seit 1974 nicht mehr Auto gefahren… Zum Glück ist Annas damaliger Schwarm und Fahrlehrer Manfred schnell zur Stelle…
✨Meinung
Ich war mir zunächst nicht ganz sicher, wie ich das Buch finde. Der Schreibstil erschien mir etwas zu poetisch, was ich allerdings bereits aus der Leseprobe wusste. Lesen wollte ich es aber so oder so, denn irgendwas hat mich einfach dahin gezogen. Die Waage pendelte stets hin und her.
Bei der Beschreibung der Kaffeefahrt 😂😂😂 offenbarte Frau Bogdahn einen richtig guten Sinn für Humor, ist vielleicht nicht für jeden etwas, aber ich fand es extrem witzig, was da passiert, ich lache gerade wieder während ich das schreibe. Und so hat mich die Geschichte zunächst immer weiter eingesogen.
„Segelohren“ fällt mir noch als Stichwort ein 😂😂 und Annas erste Fahrstunde seit 36 Jahren 😅😅.
Der Ton des Buchs ist einfach insgesamt (aber nicht nur) sommerlich, warm und gutherzig, das hat mir sehr gut gefallen.
Was mir hingegen weniger gut gefallen hat, waren die Beschreibungen von Tierquälerei und ausufernde Beschreibungen von „Essen“ in dem Zusammenhang. Kann es nicht näher ausführen. But that’s just me. Muss jeder selbst wissen, aber da ist meine Grundstimmung wieder etwas ins Negative gekippt, auch wenn ich verstehe, dass es etwas mit Dorfleben und ggf. anderen Zeiten zu tun hat.
Müsste ich weitere Kritik äußern, dann würde ich sagen, dass mich die Rückblicke teilweise aus dem Konzept gebracht haben, für mich wäre es auch okay gewesen mehr in der Gegenwart zu bleiben. Aber natürlich hat man so tiefere Einblicke in die Charaktere gewonnen, was auch schön ist. Sehr berührt hat mich der erste Abend, den Josef und Anna zusammen verbracht haben, also als sie seine Haushälterin wurde (platonisch).
Auch das Ende hat mir sehr gut gefallen, da gab es einige Situationen, bei denen ich mit den Tränen kämpfen musste.
✨Fazit
Ich bin wirklich gespannt auf das andere Buch der Autorin und insgesamt wieder sehr zufrieden mit meiner Buchauswahl. Es war etwas risky und einiges hat mir nicht so gut gefallen, aber der Humor hat für mich diesmal den großen Unterschied ausgemacht. Und tatsächlich mag ich scheinbar auch ruhigere Bücher. Annas Geschichte und ihr Dorf haben mich sehr berührt und das ist ja das, was zählt.
Macht Euch gern ein eigenes Bild!
4/5⭐️⭐️⭐️⭐️
💛«Große Tragik ist etwas, das die Menschen eint.»💛
„Mirabellentage“ ist ein Buch, auf das man sich einlassen muss. Das wird einem nicht einfach so serviert und schon ist man dabei. Mich hat es durch die ruhige Sprache, den lustigen Humor und die warmherzige Geschichte erreicht.
„Mühlensommer“ hingegen liegt noch gemütlich und in Sicherheit auf meinem SuB und ich bin gespannt darauf. Die Bücher spielen wohl im gleichen Universum.
✨Zitate
„Am Himmel ist keine einzige Wolke zu sehen. Die Geranien in den Blumenkästen vor den Fenstern leuchten rot, und eine leichte warme Brise bringt die Blätter in den Obstbäumen zum Rauschen. In der Ferne surrt ein Rasenmäher. Ein paar Schwalben fliegen hoch über den Dächern von Blumfeld. Ich bleibe stehen und sehe ihnen eine Weile nach.“
„Ich wollte damit nur sagen, dass man selbst nicht hart sein muss, bloß weil man ein hartes Leben führt.“
✨Inhalt
Annas Leben steht Kopf: Pfarrer Josef, für den sie als Haushälterin arbeitet, verstirbt und der Ersatzpriester Fridtjof steht direkt schon vor der Tür. Josefs Asche soll zu allem Überfluss auch noch heimlich an‘s Meer und dort verstreut werden und Anna ist seit 1974 nicht mehr Auto gefahren… Zum Glück ist Annas damaliger Schwarm und Fahrlehrer Manfred schnell zur Stelle…
✨Meinung
Ich war mir zunächst nicht ganz sicher, wie ich das Buch finde. Der Schreibstil erschien mir etwas zu poetisch, was ich allerdings bereits aus der Leseprobe wusste. Lesen wollte ich es aber so oder so, denn irgendwas hat mich einfach dahin gezogen. Die Waage pendelte stets hin und her.
Bei der Beschreibung der Kaffeefahrt 😂😂😂 offenbarte Frau Bogdahn einen richtig guten Sinn für Humor, ist vielleicht nicht für jeden etwas, aber ich fand es extrem witzig, was da passiert, ich lache gerade wieder während ich das schreibe. Und so hat mich die Geschichte zunächst immer weiter eingesogen.
„Segelohren“ fällt mir noch als Stichwort ein 😂😂 und Annas erste Fahrstunde seit 36 Jahren 😅😅.
Der Ton des Buchs ist einfach insgesamt (aber nicht nur) sommerlich, warm und gutherzig, das hat mir sehr gut gefallen.
Was mir hingegen weniger gut gefallen hat, waren die Beschreibungen von Tierquälerei und ausufernde Beschreibungen von „Essen“ in dem Zusammenhang. Kann es nicht näher ausführen. But that’s just me. Muss jeder selbst wissen, aber da ist meine Grundstimmung wieder etwas ins Negative gekippt, auch wenn ich verstehe, dass es etwas mit Dorfleben und ggf. anderen Zeiten zu tun hat.
Müsste ich weitere Kritik äußern, dann würde ich sagen, dass mich die Rückblicke teilweise aus dem Konzept gebracht haben, für mich wäre es auch okay gewesen mehr in der Gegenwart zu bleiben. Aber natürlich hat man so tiefere Einblicke in die Charaktere gewonnen, was auch schön ist. Sehr berührt hat mich der erste Abend, den Josef und Anna zusammen verbracht haben, also als sie seine Haushälterin wurde (platonisch).
Auch das Ende hat mir sehr gut gefallen, da gab es einige Situationen, bei denen ich mit den Tränen kämpfen musste.
✨Fazit
Ich bin wirklich gespannt auf das andere Buch der Autorin und insgesamt wieder sehr zufrieden mit meiner Buchauswahl. Es war etwas risky und einiges hat mir nicht so gut gefallen, aber der Humor hat für mich diesmal den großen Unterschied ausgemacht. Und tatsächlich mag ich scheinbar auch ruhigere Bücher. Annas Geschichte und ihr Dorf haben mich sehr berührt und das ist ja das, was zählt.
Macht Euch gern ein eigenes Bild!
4/5⭐️⭐️⭐️⭐️