Nur wer weggeht, kann heimkommen
In seinen 332 Seiten bringt mich der zweite Roman (nach Mühlensommer) von Martina Bogdahn wieder in meine (und ihre) fränkische Heimat zurück. Die Autorin beschreibt warm und einfühlsam das Leben der fränkischen Haushälterin Anna beim katholischen Ortspfarrer Josef, der seine kleine fränkische Gemeinde gerne, sich berufen sehend, betreut. Jeder kennt jeden samt den liebgewordenen Eigenarten und dem dazugehörigen, manchmal etwas kauzigen und besonderen Charakter. Ausgefeilt und liebevoll werden die einzelnen Charaktere beschrieben. Leider stirbt Pfarrer Josef unverhofft und viel zu früh und für Anna bricht eine Welt zusammen, in der sie dann... Ja, und jetzt fängt die eigentliche Geschichte erst an. Ab nun wird von unerfüllten Träumen, immer dagewesenen Wünschen und vielen Geheimnissen erzählt und bei diesen Erinnerungen fallen Anna immer wieder alte Anektoten und Geschichten ein, die das Leben nicht nur mit sich brachte, sondern auch bereicherte. Erwähnenswert sind außerdem die bildhaften Landschaftsbeschreibungen, die die Autorin entstehen lässt und für mich wichtig, Anna erzählt in Ich-Form.
Fazit: Es ist ein warmer und aufrichtiger Roman, der zeigt was es heißt, im richtigen Moment mutig zu sein und der erklärt... nur wer weggeht, kann wieder heimkommen.
Fazit: Es ist ein warmer und aufrichtiger Roman, der zeigt was es heißt, im richtigen Moment mutig zu sein und der erklärt... nur wer weggeht, kann wieder heimkommen.