Schöne Sommergeschichte

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pauline.rennt Avatar

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„Mirabellentage“ hat es mir insgesamt sehr angetan, auch wenn es ein paar kleinere Schwächen hat.

Was als Erstes auffällt: Das Cover ist einfach wunderschön! Es macht richtig Lust auf Sommer und sieht im Regal toll aus. Auch der Schreibstil hat mir gut gefallen, da das Buch angenehm leicht zu lesen ist. Man kommt schnell durch die Seiten und die Sprache ist unkompliziert, aber trotzdem bildhaft.

In der Story geht es um den Tod des Pfarrers Josef und seine Haushälterin Anna, welche Fahrstunden nimmt um Josefs Asche ans Meer zu bringen. Die Charaktere fand ich dabei sehr authentisch – sie wirken wie echte Menschen mit Fehlern und Macken, was sie mir sympathisch gemacht hat. Besonders toll fand ich, dass es zwischendurch immer wieder richtig witzige Stellen gab, die die ernsten Themen gut aufgelockert haben.
Warum „nur“ 4 Sterne? An manchen Stellen war mir die Erzählung etwas zu langatmig. Es gab Passagen, in denen nicht viel passiert ist und ich mich beim Lesen ein bisschen gelangweilt habe. Da hätte man die Geschichte meiner Meinung nach etwas straffen können, um den Schwung beizubehalten.

„Mirabellentage“ ist ein schöner Wohlfühlroman für zwischendurch. Trotz der kleinen Längen in der Mitte ist es eine herzliche Geschichte über Familie und das Leben. Ideal für alle, die eine entspannte Lektüre für den Balkon oder den Urlaub suchen und über ein paar ruhigere Momente hinwegsehen können.