Warmherziger Wohlfühlroman

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Blumfeld ist ein kleiner idyllischer Ort in Bayern. Die Uhren scheinen hier noch anders zu ticken, von Stress und Hektik keine Spur. Dagegen dreht sich das Leben um den neuen Dorfpriester, der nach dem plötzlichen Tod von Josef, dem bisherigen, der Gemeinde Blumfeld vorstehen soll. Direkt aus Rom, aus dem Vatikan kommt der waschechte Friese und um sich nicht direkt als Nordlicht zu enttarnen, wird die erste Predigt auf „Latein“ gehalten. Während sich Fridtjof einlebt, erinnert sich Anna, die Haushälterin im Pfarrhaus, zurück an einzelne Episoden mit und ohne Josef. Und so schweift der Blick zurück in die 80er Jahre und einige Erinnerungen werden wieder aufgefrischt.

Frisch und sommerlich ist dieser Roman. Ich kannte „Mühlensommer“ bisher nicht und so war es das erste Buch der Autorin, welches mich gut unterhalten hat und einige Male ein Schmunzeln auf die Lippen gezaubert hat. Mit viel Charme erzählt die Autorin aus dem Blumfelder Leben. Frisch, witzig, unterhaltsam und mit einem sehr angenehmen Stil las sich das Buch sehr gut. Es hat einen zarten, leisen Ton und es gibt keine große Dramatik. Vielmehr liest man über viel einzelne Episoden, gespickt mit Witz, die durch den Rahmen des aktuellen Geschehens zusammengehalten werden. Leider hat mich das Buch emotional jedoch nicht richtig erreicht, wobei ich mir nicht sicher bin, ob es das überhaupt soll. Daher bleibt für mich die Geschichte genau das – ein unterhaltsamer, charmanter Roman 😊