Wohlfühlen und Beistand

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libricino Avatar

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Mit 54 Jahren noch einmal neu anfangen - die Hauptfigur hat die perfekte Gelegenheit dazu und doch braucht es bis zum Ende des Romans, bis die Umsetzung folgt. Auf den Seiten dazwischen wird die persönliche Geschichte der Hauptfigur mit einzelnen Episoden aus unterschiedlichen Lebenslagen unterhaltsam dargestellt. Ich habe große Sympathie zur Haushälterin eines Pfarrers empfunden, die in der Gemeinde durch harte Arbeit und unermüdlichen Einsatz für andere eine bewunderte und geschätzte Stellung erreicht hat. Nach einem Schicksalsschlag fragt sie sich zunächst selbst, was es für sie im Leben sonst noch gibt. Mit der Frage wird sie auch von anderen konfrontiert und so beginnt der innere Wandel und schließlich folgt der Aufbruch.
Die Mirabellen sind eins von vielen Bildern, die die Autorin einsetzt, um die Umstände greifbar zu machen. An einigen Stellen wird übermäßig idealisiert, wodurch ein wunderbarer Wohlfühlmoment einsetzt. Die Vorhersehbarkeit des Ausgangs sorgt ebenfalls für eine angenehme Harmonie.