Wunderschöne Geschichte

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Mirabellentage sind die Tage, an denen die Mirabellen reif sind und die Pfarrhaushälterin Anna normalerweise Mirabellenmarmelade einkocht.
Doch in diesem Jahr scheint alles anders zu sein. Josef, der Pfarrer ist verstorben. Er und Anna kannten sich schon aus der Schule und er war es auch, der sie gebeten hat, ihm den Haushalt zu führen.
Die beiden waren sehr verbunden und so ist es auch kein Wunder, dass Anna ihm seinen letzten Wunsch erfüllen möchte. Er, der zeitlebens unter seiner Mutter gelitten hat, wollte auf keinen Fall im Familiengrab beigesetzt werden. So wird also ein Sarg zu Grabe gelassen, in dem nur ein paar Steine liegen. Anna verwahrt Josefs Asche in der Küche bis sie sie wunschgemäß ans Meer bringen kann. Womit sie allerdings nicht rechnet, dass man ihr bereits kurz nach Josefs Tod einen neuen Pfarrer schickt. Einen ganz jungen noch dazu und aus dem hohen Norden kommt Fridtjof auch noch. Anna verhilft dem Neuling zu einem guten Einstand in der Pfarrgemeinde. Die beiden werden vertrauter miteinander und nach und nach erfährt man mehr aus Annas Leben und übers Leben auf dem Land im Allgemeinen. 

Wer Martina Bogdahns Erstling Mühlensommer gelesen hat, weiß schon, welch begnadete Geschichtenerzählerin sie ist. Mit ihrem zweiten Roman legt sie erneut eine wunderschön erzählte Geschichte vor, die auf dem Land spielt. Sie erzählt von verpassten Gelegenheiten, zweiten Chancen und dem Glück, das in den kleinen Pausen vom Alltag steckt.