Puff...verschwunden

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Ganz ehrlich? Ich musste lachen als die Protagonistin feststellt, dass ihr kleiner Finger einfach weg ist. Einfach so. Puff. Dann die Hand...Puff...

Jane Tara schreibt hier keinen klassischen Krankheitsroman, sondern eher einen surrealen Weckruf. Dieses "Verschwinden" ist so eine verdammt starke Metapher für unsere heutige Zeit. Wir verlieren uns permanent selbst aus den Augen, weil wir zu beschäftigt damit sind, alles andere zu fixieren.

Ein Buch wie ein sanfter (und manchmal skurriler) Schlag auf den Hinterkopf. Perfekt für alle, die das Gefühl haben, im Hamsterrad nur noch als Schatten ihrer selbst zu existieren. Man lernt eben erst dann, mit anderen Augen zu sehen, wenn man merkt, dass man langsam unsichtbar wird.