Unsichtbar, aber nicht weg
Mein erster Eindruck von "Mit anderen Augen" (Jane Tara) ist ehrlich gesagt: interessant, aber ich stolpere sofort über Titel und Cover.
Auf dem Cover zieht eine Frau einen Vorhang zur Seite als würde sie etwas sehen, was wir nicht sehen können. Das passt super zum deutschen Titel, weil wir auf ihre Wahrnehmung angewiesen sind. Gleichzeitig passt es für mich weniger zum englischen Titel bzw. zur Grundidee, dass Tilda selbst langsam unsichtbar wird. Beides (Cover + Übersetzung) wirkt, als hätte man bewusst eine andere Richtung gewählt und genau das macht mich neugierig.
Die Handlung startet direkt mit dem Hook: Tilda, 52, merkt, dass sie verschwindet. Erzählt wird in der dritten Person, aber nah an ihren Gedanken. Das gibt Abstand, aber man bleibt trotzdem bei ihr. Ich mag, dass sie Fotografin ist: jemand, der seine Sicht auf die Welt festhält. Und Tilda wirkt nicht „zu perfekt“: geschieden (aus ihrer Sicht eher verlassen), erwachsene Zwillinge, eher Vergangenheit als Gegenwart im Blick, dafür Hund und Katze als Gesellschaft. Das fühlt sich erstaunlich real an.
Der Stil liest sich ruhig und flüssig, mit leichtem Humor. Nicht super bildlich, nicht trocken, sondern eher „liest sich gut weg“. Die Spannung kommt weniger durch Action, mehr durch die Frage: Was bedeutet dieses Unsichtbarwerden eigentlich?
Ich erwarte, dass es stark um das Gefühl geht, nicht wahrgenommen zu werden und genau deshalb will ich weiterlesen.
Auf dem Cover zieht eine Frau einen Vorhang zur Seite als würde sie etwas sehen, was wir nicht sehen können. Das passt super zum deutschen Titel, weil wir auf ihre Wahrnehmung angewiesen sind. Gleichzeitig passt es für mich weniger zum englischen Titel bzw. zur Grundidee, dass Tilda selbst langsam unsichtbar wird. Beides (Cover + Übersetzung) wirkt, als hätte man bewusst eine andere Richtung gewählt und genau das macht mich neugierig.
Die Handlung startet direkt mit dem Hook: Tilda, 52, merkt, dass sie verschwindet. Erzählt wird in der dritten Person, aber nah an ihren Gedanken. Das gibt Abstand, aber man bleibt trotzdem bei ihr. Ich mag, dass sie Fotografin ist: jemand, der seine Sicht auf die Welt festhält. Und Tilda wirkt nicht „zu perfekt“: geschieden (aus ihrer Sicht eher verlassen), erwachsene Zwillinge, eher Vergangenheit als Gegenwart im Blick, dafür Hund und Katze als Gesellschaft. Das fühlt sich erstaunlich real an.
Der Stil liest sich ruhig und flüssig, mit leichtem Humor. Nicht super bildlich, nicht trocken, sondern eher „liest sich gut weg“. Die Spannung kommt weniger durch Action, mehr durch die Frage: Was bedeutet dieses Unsichtbarwerden eigentlich?
Ich erwarte, dass es stark um das Gefühl geht, nicht wahrgenommen zu werden und genau deshalb will ich weiterlesen.