Was, wenn man plötzlich nicht mehr gesehen wird?

Voller Stern Voller Stern Voller Stern Voller Stern Voller Stern
shellym Avatar

Von

Der Einstieg in Mit anderen Augen hat mich sofort neugierig gemacht. Schon die erste Szene, in der Tilda plötzlich ihren eigenen Finger nicht mehr sehen kann, wirkt zugleich rätselhaft, humorvoll und ein wenig beunruhigend. Der Schreibstil ist lebendig und sehr angenehm zu lesen, sodass man direkt in die Geschichte hineingezogen wird.

Besonders spannend finde ich die metaphorische Idee der „Unsichtbarkeit“. Sie wirkt wie ein kluger Blick auf das Älterwerden und darauf, wie Frauen in unserer Gesellschaft manchmal übersehen werden. Gleichzeitig erzählt das Buch das Thema mit viel Witz, Emotion und Wärme.

Ich habe sofort das Gefühl bekommen, Tilda begleiten zu wollen und herauszufinden, wie sie mit dieser außergewöhnlichen Situation umgeht. Ein Roman, der nach wenigen Seiten schon zum Nachdenken anregt und Lust auf mehr macht.