Außergewöhnlich aber das sehr gut
Ich habe lange darüber nachgedacht, welche Überschrift ich dem ganzen geben kann. Denke, die oben genannte trifft es ganz gut. Ein Roman, in den man sich zunächst reinlesen muss, da die Geschehnisse einem zunächst etwas sehr fremd erscheinen. Wenn man jedoch weiter in das Buch eintaucht, dann fängt man , zumindest ich sehe das so, die Thematik bestens zu verstehen. Tilda , die Protagonistin des Buches, stellt plötzlich und unerwartet fest, dass langsam, beginnend mit dem kleinen Finger, Körperteile von ihr unsichtbar werden, was sie zunächst in eine verständlich seltsame Stimmung versetzt. Unheilbar und weiter fortschreitend, so die schreckliche Diagnose der Ärzte, bis auf eine Ärztin an die sie ihre ganze Hoffnung klammert. In einer Selbsthilfegruppe lernt sie weitere Menschen mit gleicher Krankheit kennen, deren Verlauf bei einigen schon viel weiter fortgeschritten ist. Der große Sinn dieses Buches, so wie ich es empfinde, ist, dass diese Unsichtbarkeit aus jedem von innen entspringt. Viele machen sich im Beruf, in der Beziehung und in vielen anderen Situationen unsichtbar, geben sich selbst als Person auf und das "Ich" verschwindet. Dieses Buch könnte auch gut ein psychologischer Selbstwertberater sein. Ich fand es jedenfalls super, bis auf den letzten Teil der mir dann zu seicht wurde. Deshalb nur vier Sterne. Kann das Buch dennoch wärmstens empfehlen.