Der zweite Teil war etwas zu platt

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emacado Avatar

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„Mit anderen Augen“ ist sprachlich wirklich stark geschrieben und hat mich vor allem mit seiner Thematik sofort abgeholt. Die Unsichtbarkeit von Frauen wird spannend und eindringlich dargestellt, ohne platt zu wirken – gerade die erste Hälfte des Buches fand ich deshalb richtig überzeugend. Ich fand Tildas Geschichte und die Geschichte der anderen unsichtbaren Frauen wirklich überzeugend und bis dahin hat es mir wirklich gut gefallen

Leider hat das Buch für mich danach stark nachgelassen. Besonders der Aufenthalt im Meditationszentrum und die daraus entstehenden angeblich lebensverändernden Erkenntnisse über das eigene Leben wirkten auf mich zu konstruiert. Das Ende war mir insgesamt zu glatt, zu viel Friede-Freude-Eierkuchen, und teilweise schon fast esoterisch angehaucht.

Schade, denn die Grundidee und der Schreibstil hätten für mich das Potenzial für ein echtes Highlight gehabt.