Eine berührende Reise zu Selbstliebe und Sichtbarkeit

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Das Buch „Mit anderen Augen“ von Jane Tara ist ein eindringliches Plädoyer für Selbstliebe und Selbstwert.
Tilda Finch ist eine erfolgreiche Geschäftsfrau. Mit ihrer Firma This Is A Sign verkauft sie motivierende Werbeartikel und inspirierende Memes. Doch eines Tages macht sie eine verstörende Entdeckung. Ihr kleiner Finger ist verschwunden. Bei einem Arztbesuch erfährt sie schließlich die erschütternde Diagnose. Sie leidet an der unheilbaren Krankheit „Unsichtbarkeit“, die in vier Phasen verläuft.
Zunächst bricht für Tilda eine Welt zusammen. Doch ihre Freundin Leith setzt alle Hebel in Bewegung und verschafft ihr einen Termin bei Selma, einer Therapeutin, die selbst einst an dieser Krankheit litt, geheilt wurde und nun anderen Betroffenen hilft. Für Tilda beginnt damit eine herausfordernde Reise zu sich selbst, hinaus aus ihrer Komfortzone und hinein in die Auseinandersetzung mit ihren eigenen Ängsten, negativen Glaubenssätzen und ihrem mangelnden Selbstwertgefühl. Nur wenn sie lernt, sich selbst anzunehmen und zu lieben, hat sie eine Chance auf Heilung.
Die von ihrer Ärztin empfohlene Selbsthilfegruppe erweist sich dabei allerdings eher als wenig hilfreich. Umso schöner ist es, Tilda auf ihrem Weg mit all seinen Höhen und Tiefen zu begleiten. Die Geschichte ist zugleich warmherzig, humorvoll und berührend erzählt. Besonders die humorvollen Szenen sorgen dafür, dass das Buch trotz seiner ernsten Themen nie zu schwer wirkt.
Mich hat die Geschichte sehr inspiriert, und ich konnte viele positive Gedanken daraus für mich selbst mitnehmen. Auch die metaphorische Darstellung der „Unsichtbarkeit“ fand ich äußerst gelungen und nachvollziehbar. Denn tatsächlich erleben viele Frauen ab einem gewissen Alter, dass sie beruflich oder gesellschaftlich zunehmend übersehen oder nicht mehr als Frauen wahrgenommen werden.
Für mich ist dieses Buch ein absolutes Lesevergnügen mit einer wichtigen Botschaft und viel Tiefgang, daher gibt es von mir eine klare Leseempfehlung.